Behörde nennt Details zu "groß angelegter" Trainings-Einheit und zieht Bilanz. Szenario sah erhebliche Beeinträchtigung der Trinkwasser-Versorgung vor.
(ty) Nach der "groß angelegten Stabsrahmen-Übung", die – wie angekündigt – am Dienstagnachmittag im Landratsamt von Pfaffenhofen durchgeführt worden ist, hat die Kreis-Behörde am heutigen Donnerstag ein Fazit gezogen und Details bekannt gegeben. "Rund vier Stunden lang trainierten Vertreterinnen und Vertreter der Kreisbrandinspektion, des Bayerischen Roten Kreuzes, der Polizei, des Technischen Hilfswerks, der Bundeswehr sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) des Landratsamts gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung den Ernstfall."
Operative Einsatzkräfte waren den Angaben zufolge nicht eingebunden. "Im Mittelpunkt stand die Arbeit des Stabes, der FüGK und die übergreifende Koordination", erklärt die Behörde. Das Übungs-Szenario habe eine erhebliche Beeinträchtigung bei der Trinkwasser-Versorgung vorgesehen. "Ergänzend wurden weitere fiktive Ereignisse eingespielt, die die Lage verschärften und die beteiligten Organisationen vor zusätzliche Herausforderungen stellten." Auch die Stadt Pfaffenhofen und die Gemeinde Rohrbach unter Führung ihrer jeweiligen Bürgermeister Thomas Herker (SPD) und Christian Keck (SPD) sowie Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren aus den beiden Kommunen seien aktiv in das Szenario eingebunden gewesen.
Ziel der Übung war es laut Landratsamt, "die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den beteiligten Behörden und Organisationen zu testen, Entscheidungswege und Abläufe im Katastrophenschutz-Stab zu überprüfen und zu optimieren, die Lagebeurteilung und Prioritäten-Setzung unter Zeitdruck zu trainieren, die Informations-Weitergabe sowie die Öffentlichkeitsarbeit im Krisenfall zu verbessern". Kreisbrandrat Christian Nitschke, der diesmal als Beobachter mit dabei gewesen sei, habe die Übung insgesamt durchaus als Erfolg gewertet, wurde heute aus dem Landratsamt gemeldet. "Sowohl die fachliche Arbeit als auch das Zusammenspiel der beteiligten Organisationen funktionierten zuverlässig und zielgerichtet", so Nitschke.
"Gleichzeitig zeigte sich, wie bei jeder komplexen Lage, dass es Bereiche gibt, in denen nachgeschärft werden muss", so der Kreisbrandrat weiter. Insbesondere im Hinblick auf die Kommunikation untereinander wurden seinen Worten zufolge "wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die nun in die weitere Optimierung der Abläufe einfließen". Landrat Albert Gürtner (FW) betont die Bedeutung regelmäßiger Trainings-Einheiten: "Solche Übungen sind enorm wichtig, weil sie uns zeigen, wie gut unsere Abläufe funktionieren und wo wir noch besser werden können." Das Ziel sei klar: "Im Ernstfall müssen wir schnell, koordiniert und verlässlich handeln – für die Sicherheit aller Menschen im Landkreis."
Zum Hintergrund:
Katastrophenschutz-Übung am Landratsamt in Pfaffenhofen am kommenden Dienstag





