Geld aus EU-Programm "Leader" für Projekt im Bereich der Frechmühle. Was der Energie- und Solar-Verein sowie die Bürger-Energie-Genossenschaft vorhaben.
(ty) Mit der Übergabe des Bewilligungs-Bescheids ist jetzt der symbolische Startschuss für den neuen "Wasserkraft- und Naturbildungs-Lehrpark Frechmühle" gefallen. Das teilte die "Lokale Aktions-Gruppe" (LAG) für den Landkreis Pfaffenhofen heute mit. Eine LAG ist unter anderem für die Auswahl der Projekte und Aktionen zuständig, die mit Geldern aus dem EU-Förder-Programm "Leader" unterstützt werden sollen. An der Frechmühle bei Pfaffenhofen gehe es um "ein Vorhaben, das Umweltbildung, Naturschutz und erneuerbare Energien auf einzigartige Weise miteinander verbindet".
Überreicht wurde der Förder-Bescheid von Tina Schuler, der Managerin der hiesigen LAG, an Helmut Muthig vom Energie- und Solar-Verein aus Pfaffenhofen (ESV) und an Andreas Herschmann von der Bürger-Energie-Genossenschaft im Landkreis Pfaffenhofen (BEG). Mit einer "Leader"-Unterstützung in Höhe von 136 764,71 Euro "kann am Mittellauf der Ilm in der Nähe des Biber-Lehrpfades ein moderner Bildungs-Lehrpark entstehen, der sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen richtet", fasst die LAG zusammen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen den Angaben zufolge die Themen Wasserkraft und die Ilm-nahe Natur.
Besucherinnen und Besucher sollen laut offizieller Mitteilung der LAG anschaulich erfahren, wie erneuerbare Energie aus Wasserkraft gewonnen wird und welche Bedeutung der Fluss als Lebensraum für Tiere und Pflanzen hat. "Neben ökologischen Zusammenhängen werden auch Aspekte des Naturschutzes, der nachhaltigen Landwirtschaft sowie Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt vermittelt", heißt es weiter. Ein besonderes Augenmerk liege dabei auf der Möglichkeit, die Tierwelt am und neben dem Fluss möglichst ungestört zu beobachten. Getreu dem Motto "Lernen durch Erleben" setze der Lehrpark dabei nicht nur auf klassische Informations-Tafeln.
Geplant sind nach LAG-Angaben nämlich auch interaktive Mitmach-Stationen, Spielorte sowie ein Zugang zur Fischtreppe der BEG. Ergänzt werde das Angebot durch Nistkästen für heimische Vogelarten sowie durch die Anpflanzung heimischer Sträucher und Obstbäume für eine Streuobst-Wiese. "Für den Rundgang werden Ferngläser und Bildungs-Materialien bereitgestellt – sowohl digital über QR-Codes als auch in gedruckter Form", so die LAG. Darüber hinaus seien Workshops, Führungen und ein Quiz-Parcours zur Selbsterkundung vorgesehen, die das pädagogische Konzept abrunden und den Lehrpark zu einem lebendigen Lernort machen sollen.
"Es beeindruckt mich sehr, was hier uneigennützig für die Umweltbildung auf die Beine gestellt wird", betont LAG-Managerin Tina Schuler. Das "Leader"-Projekt zeige eindrucksvoll, wie durch bürgerschaftliches Engagement und europäische Fördergelder nachhaltige Ideen in der Region Wirklichkeit werden könnten. Mit dem "Wasserkraft- und Natur-Bildungs-Lehrpark Frechmühle" entsteht ihren Worten zufolge "ein Ort, der Wissen vermittelt, Natur erlebbar macht und gleichzeitig ein starkes Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen setzt".
Zum Hintergrund:
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