Arbeitslosen-Quote bei 3,0 Prozent; vor einem Jahr waren es 2,9 Prozent. Für Ingolstadt werden 5,2 Prozent gemeldet, für die gesamte Region 3,7 Prozent.
(ty) "Die Talfahrt am regionalen Arbeitsmarkt hält auch im neuen Jahr an", teilte die Agentur für Arbeit am heutigen Freitag zur aktuellen Situation in der Region 10 mit – also in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie in Ingolstadt. "Neben den bekannten strukturellen und konjunkturellen Problemen waren es im zu Ende gehenden Monat vor allem die winterlichen Witterungs-Verhältnisse, die für den zwar deutlichen, aber jahresüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit verantwortlich sind", sagt Astrid Kutz, die Vize-Chefin der Behörde in Ingolstadt. "Hier trifft es in erster Linie die von männlichen Arbeitskräften dominierten Außenberufe in der Land- und Forstwirtschaft, im Baubereich, im Garten- und Landschaftsbau und die davon abhängige Logistik."
Erstmals seit Februar 2007 überschreitet laut heutiger Mitteilung die Zahl der in der Region 10 von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen wieder die 11000er-Grenze. Exakt 11 139 Bürgerinnen und Bürger seien zum Stichtag auf Beschäftigungssuche gewesen. Das seien 995 Personen mehr – davon 747 Männer – als noch im Dezember. Die Arbeitslosen-Quote für die gesamte Region betrage jetzt 3,7 Prozent. Im Vormonat lag sie wie im Vorjahres-Monat bei 3,4 Prozent.
Auch bei den offenen Stellen sei die Tendenz weiter rückläufig. Insgesamt 3620 freie Arbeitsplätze seien den Vermittlungs-Fachkräften der Agentur für Arbeit aktuell in der Region 10 zur Besetzung gemeldet – 341 weniger als im Dezember und 508 weniger als vor Jahresfrist. Zurückhaltung herrsche auf Seiten der Arbeitgeber auch beim Angebot an neuen Beschäftigungs-Möglichkeiten. 385 im Januar gemeldete Stellen bedeuten nach Angaben der Behörde ein Minus von 194 gegenüber Dezember. "Arbeitskräfte werden insbesondere im Handel und Verkauf, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handwerk und in der Logistik/Lagerei gesucht", so Kutz.
Die Lage im Kreis Pfaffenhofen
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen ist im zu Ende gehenden Januar gestiegen. 2376 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind 268 Personen oder 13 Prozent als im Dezember und 86 Personen beziehungsweise vier Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 3,0 Prozent und liegt um 0,3 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit zum Stichtag im Januar bei 1537 Personen – das sind 248 Personen mehr als im Vormonat und 25 Personen mehr als vor einem Jahr. Im Rechtskreis SGB II (Job-Center) waren 839 Arbeitslose registriert – 20 mehr als im Vormonat und 61 Personen mehr als im Vorjahr. Durch die Träger der Grundsicherung (Job-Center) wurden in diesem Monat 35 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich im Kreis Pfaffenhofen insgesamt 793 Personen arbeitslos. Davon kamen 485 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 519 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 165 eine Erwerbstätigkeit auf. "Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende", so die Behörde: 110 Stellen wurden im Januar neu gemeldet – das sind 78 weniger als im Vormonat, aber neun mehr als vor einem Jahr. Aktuell befänden sich damit 1029 freie Stellen im Landkreis im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Job-Center) stieg die Zahl der so genannten Bedarfs-Gemeinschaften im Vorjahres-Vergleich im Kreis Pfaffenhofen um 104 auf nunmehr insgesamt 1370 – eine Zunahme um acht Prozent. Den Angaben zufolge wurden im Januar im Landkreis Pfaffenhofen insgesamt 1781 erwerbsfähige Bürgergeld-Berechtigte betreut, das waren 109 Personen beziehungsweise sieben Prozent als vor einem Jahr.
Blick in die Region
Auch die Arbeitslosigkeit in Ingolstadt ist im zu Ende gehenden Januar gestiegen. 4316 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind 306 Personen mehr als im Dezember und 628 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 5,2 Prozent und liegt um 0,4 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.
Im Kreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen. 2041 Menschen waren zum Stichtag im Januar arbeitslos gemeldet; das sind 232 mehr als im Dezember und 113 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 3,5 Prozent und liegt um 0,4 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,3 Prozent.
Auch die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichstätt ist im Januar gestiegen. 2406 Menschen waren hier zum Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind 189 Personen mehr als im Dezember und 303 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 3,1 Prozent und liegt um 0,3 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent.





