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Ehrenamtliche unterstützen die Untere Naturschutz-Behörde am Landratsamt. "Wichtiger Beitrag, um Konflikte frühzeitig zu vermeiden."

(ty) Die Untere Naturschutz-Behörde am Landratsamt von Pfaffenhofen wird ab sofort von drei weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt. Landrat Albert Gürtner (FW) überreichte laut Mitteilung der Behörde dem neuen Fledermaus-Berater Wolfgang Hertlin und einer weiteren neuen Person im Team der Fledermaus-Berater – die nicht namentlich genannt werden möchte – die entsprechenden Urkunden. Zum neuen Hornissen- und Wespen-Berater sei außerdem Gerhard Hartmann ernannt worden. "Ich freue mich, dass sie unserem Aufruf gefolgt sind und sich mit ihrer Beratungs-Tätigkeit aktiv für den Natur- und Artenschutz in unserem Landkreis einsetzen", so Gürtner.

"Die Hornissen- und Wespen-Berater stellen eine entscheidende Brücke für das erfolgreiche Zusammenleben zwischen Mensch und Insekt dar", heißt es aus dem Landratsamt. Hornissen, Hummeln, Wildbienen sowie fast alle Wespen-Arten seien nach dem Bundes-Naturschutz-Gesetz besonders geschützte Arten. "Für deren Tötung beziehungsweise die Umsiedlung ihrer Nester ist eine Ausnahme-Genehmigung durch die Naturschutz-Behörde erforderlich", erklärt Gudrun Bosch, die Leiterin der Unteren Naturschutz-Behörde am Landratsamt in Pfaffenhofen. Da insbesondere Hornissen, aber auch viele Wespenarten, sehr nützliche und zumeist auch friedliche Insekten seien, sei eine Entfernung der Nester in vielen Fällen nicht notwendig.

Seit der Gründung des Hornissen- und Wespen-Berater-Netzwerks im Januar 2018 konnte laut Landratsamt durch den Einsatz von nunmehr 23 ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern bereits Hunderten von Bürgerinnen und Bürgern geholfen werden. Fledermaus-Berater gebe es schon seit 2011 im Kreis Pfaffenhofen. "Sie unterstützen das Landratsamt als fachkundige Ansprechpartner rund um den Schutz heimischer Fledermaus-Arten. Sie betreuen bekannte Quartiere, erfassen Vorkommen und beobachten die Bestands-Entwicklung. Zudem beraten sie Bürgerinnen und Bürger bei Bau‑ und Sanierungs-Maßnahmen, wenn Fledermaus-Quartiere betroffen sein könnten, und geben praktische Hinweise zum Artenschutz."

"Durch ihre enge Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde leisten sie einen wichtigen Beitrag, um Konflikte frühzeitig zu vermeiden, Lebensräume zu sichern und das Bewusstsein für den Schutz dieser streng geschützten Tiere in der Bevölkerung zu stärken", so Bosch. Wer eine Beratung wünsche, könne telefonisch unter der Rufnummer (0 84 41) 27 - 31 82 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Das Team biete eine telefonische Erstberatung und gebe das Anliegen bei Bedarf an die speziell ausgebildeten, ehrenamtlichen Berater weiter. Wer sich selbst als Berater engagieren wolle, könne sich ebenfalls jederzeit melden.


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