Kurznachrichten, Termine und Notizen für den Landkreis Pfaffenhofen und Umgebung
Urkunde für Susanne Leitmeir
(ty) Der BRK-Kreisverband von Pfaffenhofen setzt nach eigenem Bekunden ein weiteres Zeichen für eine gesundheitsorientierte Personal-Politik: Susanne Leitmeir wurde kürzlich eine Urkunde überreicht, die sie als "Fachkraft für betriebliches Gesundheits-Management" (BGM) ausweist (Foto oben). Die vorangegangene Weiterbildung habe sie über die AOK in rund 40 Stunden absolviert. BGM habe das Ziel, Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten, Ressourcen zu stärken und Belastungen frühzeitig zu reduzieren.
Neben betrieblichen Angeboten bleibe dabei auch die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden ein wichtiger Faktor für langfristige körperliche und seelische Gesundheit. "Die steigenden krankheitsbedingten Fehlzeiten zeigen deutlich, wie wichtig gesundheitsfördernde Strukturen sind. Damit stärken wir die Mitarbeiter-Bindung und wirken Ausfällen aktiv entgegen", so Leitmeir. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und wachsender psychischer Belastungen werde professionelles Gesundheits-Management zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbs-Faktor.
Als Personal-Fachkraft und psychologische Beraterin bringt Leitmeir laut BRK bereits Erfahrung im Themenfeld mit und war unter anderem bereits im BGM-Arbeitskreis des Kreisverbandes tätig. Ziel sei es, Maßnahmen künftig noch gezielter zu planen, nachhaltig in der Organisations-Kultur zu verankern sowie Führungskräfte in ihrer Vorbildfunktion zu stärken. "Das erworbene Fachwissen soll künftig unter anderem in Mitarbeiter-Gespräche, Analysen und den Aufbau neuer Prozesse einfließen", erklärt der BRK-Kreisverband. "Dabei werden auch rechtliche und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt, um langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln."
Auch seitens der AOK wird die Bedeutung eines strukturierten Gesundheits-Managements hervorgehoben: "Fundierte Analysen, gute Planung und konsequente Evaluation der durchgeführten Maßnahmen sind wichtige Erfolgs-Faktoren für das BGM", sagt Miriam Kugler, Koordinatorin in Sachen Gesundheits-Förderung bei der AOK in Ingolstadt. "Für diese anspruchsvolle Management-Aufgabe sind sowohl vielfältige inhaltliche und organisatorische Kompetenzen als auch personelle Ressourcen unverzichtbar."
Pfaffenhofen: Diskussion der Bürgermeister-Kandidaten
(ty) Diesen Winter überschneiden sich Faschingszeit und Wahlkampf: Während draußen die Narren feiern, versuchen am morgigen Freitag, 13. Februar, in Pfaffenhofen ab 19 Uhr fünf der sechs Bürgermeister-Kandidaten im Sitzungs-Saal des Rathauses die Aufmerksamkeit der Bürger für ihre Ideen und Konzepte für die Zukunft der Kreisstadt gewinnen. Als Veranstalter fungiert der örtliche Verein "Forum Baukultur". Der Eintritt ist frei; Einlass sei ab 18.30 Uhr.
Zu sehen ist die Veranstaltung auch live auf www.pafnet.tv. Verfolgt werden kann sie über die "pafnet.tv"-App für Fernseher und Streaming-Sticks, über Mobiltelefone, Tablets und Computer. Vermutlich ab dem Folgetag ist dann die Video-Aufzeichnung in der Mediathek abrufbar. Auf dem Podium nehmen der Ankündigung zufolge Platz: Richard Fischer (ÖDP), Markus Hartmann (CSU), Amtsinhaber Thomas Herker (SPD), Peter Heinzlmair (FW) und Manfred "Mensch" Mayer (GfG). Johannes Gold (FDP) fehle wegen Krankheit.
Das "Forum Baukultur" sucht bei der Podiums-Diskussion laut eigenem Bekunden nach Antworten auf brennende Fragen zu allen Aspekten des Bauens und der baulichen Entwicklung in der Kreisstadt. Schon seit 2002 ruft der Verein die Kandidaten für das höchste Amt der Stadt zur Debatte, "um sie vor dem Publikum in ihren Ansichten und ihren Persönlichkeiten erlebbar zu machen und letztlich auch, wie es Moderator Adrian Dunskus ausdrückt: um sie zu prüfen". Aus den Reihen des 80 Mitglieder starken Vereins seien bereits Fragen vorbereitet. Es bestehe außerdem die Möglichkeit, sich vor Ort einzubringen. Zum Hintergrund: Wahl in Pfaffenhofen: Fünf Kontrahenten fordern den Bürgermeister heraus
Baar‑Ebenhausen: Bürger-Forum der Grünen
(ty) Die Grünen von Baar‑Ebenhausen laden für den kommenden Samstag, 14. Februar, alle Interessierten zu einem öffentlichen Bürger-Forum ein, bei dem die künftige Entwicklung des Ebenhausener Weihers im Mittelpunkt stehen soll. Treffpunkt ist der Ankündigung zufolge um 14 Uhr an der Eisstock-Bahn statt. Von dort aus bewege sich die Gruppe dann um das genannte Gewässer. Die Veranstaltung solle "Raum bieten, um sich zu informieren, Fragen zu stellen und eigene Anregungen einzubringen".
Die örtliche Bürgermeister-Kandidatin der Grünen, Brigitta Winkelmann, werde über den bisherigen Planungs-Prozess sowie über den aktuellen Sachstand informieren. Dabei solle es insbesondere um die Frage gehen, wie der Weiher wieder so gestaltet werden könne, dass er künftig wieder zum Baden einlade. Bettina Markl aus Baar-Ebenhausen werde ergänzend naturschutzfachliche Aspekte einbringen und mögliche Handlungs-Ansätze aus ökologischer Perspektive erläutern. Markl ist Gemeinderats- und Landrats-Kandidatin ihrer Partei und auch Kreisvorsitzende der Grünen.
Vollsperrung bei Gerolsbach
(ty) Die Kreisstraße PAF 8 muss im Gemeinde-Bereich von Scheyern komplett für den Verkehr gesperrt werden. Wie das Landratsamt von Pfaffenhofen mitgeteilt hat, geht es konkret um den Abschnitt zwischen den Ortschaften Singern und Forstern sowie um den Zeitraum von diesem Samstag, 14. Februar, bis zum kommenden Dienstag, 17. Februar. Als Grund für diese Einschränkungen werden Rodungs-Maßnahmen in Zusammenhang mit der Errichtung eines Radweges genannt. Der Verkehr werde über die Staatsstraße 2084, Eisenhut, Euernbach, Staatsstraße 2045, Vieth, Staatsstraße 2084 und Kreisstraße PAF 8 beziehungsweise umgekehrt umgeleitet.
"Neuburg ist nicht betroffen – das ist gut"
(ty) In der Debatte um die Übernahme des Tanklager-Betreibers "TanQuid" durch das US-Unternehmen "Sunoco-LP" gebe es für den Nato-Fliegerhorst in Neuburg eine "vorsichtige Entwarnung". Das wurde per Presse-Mitteilung aus dem Büro des Bundestags-Abgeordneten Leon Eckert (Grüne) mitgeteilt. "Nach Auskunft der Bundesregierung ist die Flugkraftstoff-Versorgung des Standorts durch den Verkauf nicht unmittelbar betroffen." Demnach erfolge die Versorgung über ein Pipeline-System, das von einer zivilen Gesellschaft betrieben werde, bei der der Bund ein vertraglich gesichertes Weisungsrecht besitze.
Zudem sei die Genehmigung der Übernahme an Auflagen geknüpft worden: Die bislang von "TanQuid" gehaltenen 49 Prozent an der Fernleitungs-Betriebs-Gesellschaft sollen laut Eckert an den Bund veräußert werden. Dieser halte bereits die Mehrheit der Anteile und verfüge damit über maßgebliche Einfluss-Möglichkeiten. "Für Neuburg bedeutet das zunächst eine vorsichtige Entwarnung", so der Abgeordnete aus dem Kreis Freising.
"Die Einsatzfähigkeit des Fliegerhorsts ist nach aktuellem Stand nicht beeinträchtigt. Es ist richtig, dass der Bund hier klare Auflagen gemacht und sich Kontrollrechte gesichert hat." Gleichzeitig bleibe die grundsätzliche Kritik bestehen, heißt es in der Presse-Mitteilung von Eckert. Mit der Übernahme kontrolliere das US-Unternehmen künftig rund ein Fünftel der deutschen Tanklager-Kapazitäten. "Neuburg ist nicht betroffen – das ist gut. Dennoch wird der grundlegende Fehler weiter ignoriert: Wir machen uns bei kritischer Infrastruktur erneut abhängig", so der Grünen-Politiker.
"Wer nach Energiekrise und geopolitischen Verwerfungen weiter zentrale Schlüssel-Bereiche aus der Hand gibt, gefährdet langfristig unsere strategische Handlungsfähigkeit", moniert Eckert. "Transatlantische Partnerschaft bleibt wichtig", betont er, "aber sie ersetzt nicht die Notwendigkeit eigener Resilienz. Wer Sicherheit ernst nimmt, darf zentrale Infrastruktur nicht leichtfertig aus der Hand geben."
Starke Tourismus-Bilanz
(ty) Das vergangene Jahr hat für die Beherbergungs-Betriebe im Freistaat mit einem positiven Ergebnis geendet. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Gäste-Ankünfte um 0,9 Prozent auf knapp 41,0 Millionen und die der Übernachtungen um 0,2 Prozent auf rund 102,9 Millionen. Auch die positive Entwicklung im Dezember trug dazu bei, meldet das bayerische Landesamt für Statistik: Hier lag die Zahl der Gäste-Ankünfte in den 10 771 geöffneten Betrieben mit rund 2,9 Millionen um 5,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres-Monats, und die Zahl der Übernachtungen kletterte um 4,1 Prozent auf 7,0 Millionen.
Bayerns Popularität bei inländischen Gästen, also bei Gästen mit Wohnsitz in Deutschland, blieb ungebrochen. Mit über 31,3 Millionen Gäste-Ankünften und rund 82,3 Millionen Übernachtungen wurde das bisherige Rekord-Niveau aus dem Jahr 2024 (Ankünfte: 31,0 Millionen, Übernachtungen: 82,0 Millionen) übertroffen. Gleichzeitig blieb die Anzahl internationaler Gäste mit gut 9,6 Millionen konstant, während deren Übernachtungen um 0,8 Prozent auf 20,6 Millionen zurückgingen.
Die rückläufige Entwicklung bei bayerischen Gasthöfen und Pensionen hielt auch im vergangenen Jahr an: Beide Betriebsarten wiesen gegenüber dem Vorjahr niedrigere Ankunfts- und Übernachtungs-Zahlen auf. So lagen die Übernachtungen in den Pensionen mit rund 3,3 Millionen um 4,3 Prozent unter den Vorjahreswerten, bei Gasthöfen sanken die Übernachtungs-Zahlen um 3,6 Prozent auf rund 5,5 Millionen. Hotels verzeichneten einen leichten Rückgang der Übernachtungen um 0,9 Prozent auf 44,6 Millionen. Bei Betrieben der Hotellerie hatten einzig Hotels-garnis eine positive Jahresbilanz mit einem Zuwachs der Übernachtungen um 1,8 Prozent auf knapp 16,7 Millionen.

Bei den anderen Betriebsarten zeigten Jugendherbergen und Hütten (Übernachtungen: 2,1 Millionen; minus 3,0 Prozent) als auch Erholungs- Ferien- und Schulungsheime (Übernachtungen: 3,9 Millionen; minus 0,4 Prozent) ebenfalls eine rückläufige Tendenz. Dagegen konnten sich Vorsorge- und Rehakliniken (Übernachtungen: 8,0 Millionen; plus 2,4 Prozent), Ferienzentren, -häuser und -wohnungen (Übernachtungen: 10,1 Millionen; plus 2,8 Prozent) sowie Campingplätze (Übernachtungen: 8,6 Millionen; plus 3,3 Prozent) über gestiegene Übernachtungs-Zahlen freuen.
Unter den Regierungsbezirken verzeichnete im vergangenen Jahr die Oberpfalz die höchsten Zuwächse sowohl für die Gäste-Ankünfte (plus 2,7 Prozent) als auch für die Übernachtungen (plus 1,1 Prozent), gefolgt von Niederbayern (Ankünfte: plus 2,4 Prozent; Übernachtungen: plus 0,6 Prozent) und Schwaben (Ankünfte: plus 1,0 Prozent; Übernachtungen: plus 0,4 Prozent).
Beherbergungs-Betriebe in Oberbayern verbuchten im Vergleich zum Vorjahr zwar nur leichte Steigerungsraten (Ankünfte: plus 0,7 Übernachtungen: plus 0,1 Prozent), absolut betrachtet durften sie unter den Regierungsbezirken mit über 19,6 Millionen die meisten Gäste begrüßen, die insgesamt rund 46,4 Millionen Mal übernachten. Davon entfielen allein auf die Landeshauptstadt München rund 9,3 Millionen Ankünfte (plus 0,3 Prozent) und knapp 19,7 Millionen Übernachtungen (minus 0,2 Prozent).
Die Regierungsbezirke Mittelfranken und Unterfranken registrierten im vergangenen Jahr zwar mehr Gäste-Ankünfte, aber etwas weniger Übernachtungen als im Jahr 2024. Oberfranken hingegen verzeichnete sowohl bei den Gäste-Zahlen als auch bei den Übernachtungs-Zahlen leichte Einbußen im Vergleich zum Vorjahr.





