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Die 42-Jährige fiel gestern auf eine Lügen-Geschichte von Betrügern herein und deponierte schließlich das Geld auf einem Parkplatz unter ihrem Auto.

(ty) Nach wie vor treiben Kriminelle in der gesamten Region mit betrügerischen Anrufen ihr Unwesen, um arglose Menschen um Bargeld und Wertsachen zu bringen – und trotz aller Warnungen haben sie immer wieder Erfolg und kassieren mitunter kräftig ab. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord heute berichtet, ist eine 42 Jahre alte Frau aus Odelzhausen (Kreis Dachau) am gestrigen Donnerstag auf die Lügen-Geschichte von bislang nicht identifizierten Tätern hereingefallen, die sich als Gesetzeshüter ausgaben. Die Frau überließ den Ganoven einen stattlichen Bargeld-Betrag: 17 000 Euro, deponiert in einem Kopftopf.

Am gestrigen Nachmittag habe die 42-Jährige einen Anruf von einer Unbekannten erhalten, die sich als Polizeibeamtin ausgegeben habe. Durch geschickte Gesprächsführung sei es dieser Kriminellen sowie einem weiteren Betrüger gelungen, der Odelzhausenerin vorzugaukeln, dass es in ihrer Nachbarschaft zu Raub-Überfällen gekommen sei und dass ihre Mithilfe zur Ergreifung der Täter benötigt würde. Dazu sollte die 42-Jährige den Angaben zufolge ihr bei sich daheim aufbewahrtes Geld in einen Kochtopf geben, diesen auf dem Parkplatz eines Supermarkts an der Rudolf-Diesel-Straße 9 unter ihr Auto legen sowie anschließend wieder nach Hause fahren.

Dieser Aufforderung sei die 42-Jährige auch nachgekommen. Den Topf mit dem Bargeld habe sie dazu noch in eine Stofftasche gepackt. Diese ist nach Erkenntnissen der Ermittler innen kariert und außen mit Bildern von VW-Bussen bedruckt. Wieder daheim angekommen, habe die Odelzhausenerin schließlich von den Betrügern die Mitteilung bekommen, dass durch ihre Mithilfe zwei Täter gefasst worden seien. Erst am Abend seien ihr Bedenken gekommen, woraufhin sie den Polizei-Notruf gewählt habe. Nun sei sie über die Betrugs-Masche informiert worden. Jetzt laufen Ermittlungen der Kripo. Zeugen werden darum gebeten, sich unter der Rufnummer (0 81 41) 61 20 zu melden.

Präventions-Hinweise der Polizei:

  • "Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!
  • Gelegentlich wird auf Telefon-Displays durch einen technischen Trick die Nummer 110 angezeigt. Beachten Sie hierzu, dass die Polizei Sie niemals unter der Notruf-Nummer 110 anruft!
  • Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten beziehungsweise Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!
  • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein!
  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefon-Nummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notruf-Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruf-Taste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!
  • Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!"

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