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"Hilfe zum Lebensunterhalt" stiegen auf Rekordwert von 623.000 Euro. "Hilfen zur Gesundheit" kletterten von 86.000 Euro im Jahr 2022 auf 975.000 Euro im vergangenen Jahr.

(ty) Die laufenden Leistungen in der "Hilfe zum Lebensunterhalt" sind im Kreis Pfaffenhofen nach dem über mehrere Jahre niedrigen Niveau von unter 240 000 Euro und einem sprunghaften Anstieg im Jahr 2022 auf rund 500 000 Euro zuletzt auf einen Rekordwert von rund 623 000 Euro im vergangenen Jahr geklettert. Diese Zahlen hat Daniela Herrler, Leiterin des Sachgebiets "Soziales, Integration" am Landratsamt, heute bekannt gegeben. Gleichzeitig lagen ihren Worten zufolge die Ausgaben für "Hilfen zur Gesundheit", die im Jahr 2022 noch rund 86 000 betragen hatten, vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise im vergangenen Jahr elf Mal so hoch – und zwar bei rund 975 000 Euro. Im Jahr 2024 hatten sie 340 000 Euro betragen.

Die gesamten Landkreis-Ausgaben für die Grundsicherung für Arbeitssuchende (Kosten der Unterkunft) lagen – so wurde heute weiter bekannt gegeben – im vergangenen Jahr bei rund 6,58 Millionen Euro. Das bedeute gegenüber dem Vorjahr mit knapp 5,83 Millionen Euro eine deutliche Steigerung und zudem einen neuen Höchststand. "Zurückzuführen sind die hohen Ausgaben auf die weiterhin anhaltende Ukraine-Krise und die bis März 2027 verlängerte Massen-Zustrom-Richtlinie", heißt es aus der Kreis-Behörde. "Diese ermöglicht ukrainischen Staatsangehörigen einen Aufenthalt in Deutschland und den Bezug von Sozial-Leistungen."

Ein positives Signal in diesem Zusammenhang sei die auf 70,6 Prozent erhöhte Bundes-Beteiligungs-Quote (Vorjahr: 69,5 Prozent). Somit würden in der Endabrechnung beim Landkreis für das vergangene Jahr rund 1,9 Millionen Euro als endgültige Ausgaben verbleiben. Wie Herrler weiter berichtet, sind die Kosten für die Grundsicherung im Alter und für Erwerbsunfähige (jeweils Kosten für Lebensunterhalt und Unterkunft) im vergangenen Jahr gegenüber dem Jahr ebenfalls weiter gestiegen. Sie summierten sich den Angaben zufolge im vergangenen Jahr auf rund 4,56 Millionen Euro gegenüber 4,4 Millionen Euro im Jahr davor.

Letzteres bedeute eine Steigerung um 4,22 Prozent im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr. Bei diesen Leistungen nach dem SGB XII handelt es sich laut Mitteilung des Landratsamts von Pfaffenhofen im Übrigen um eine so genannte Bundes-Auftrags-Verwaltung; das bedeutet: "Der Bund übernimmt die Kosten für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit vollständig." Der genannte Betrag von rund 4,56 Millionen Euro belaste den Landkreis-Haushalt somit nicht.


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