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Der 23-Jährige, der sich laut Polizei in der Probezeit befindet, blickt mehreren Strafanzeigen entgegen. Es geht auch um Bedrohung und Unfallflucht.

(ty) Ein Fahranfänger hat sich am gestrigen Abend im Gemeinde-Bereich von Pförring umfangreichen strafrechtlichen Ärger eingehandelt. Wie aus einer heutigen Mitteilung der örtlich zuständigen Polizeiinspektion aus Beilngries hervorgeht, baute der 23 Jahre alte Pkw-Lenker zunächst im besoffenen Zustand einen Crash, ging anschließend den 66 Jahre alten Unfall-Gegner körperlich an und bedrohte ihn zudem. Obendrein machte sich der junge Mann aus dem südöstlichen Landkreis Eichstätt, der sich noch in der Probezeit befindet, aus dem Staub.

Laut Polizei schepperte es gegen 21 Uhr. Den Angaben zufolge war der 66-jährige Ingolstädter mit seinem Pkw der Marke Renault auf der Staatsstraße 2232 – von Pförring her kommend – in Richtung Vohburg-Dünzing unterwegs. Wenige hundert Meter nach dem Pförringer Ortsteil Wackerstein habe er auf der Fahrbahn umkehren wollen. Zeitgleich habe der 23-Jährige mit seinem Audi die Staatsstraße in derselben Richtung befahren. Der junge Mann habe zu einem Überhol-Vorgang angesetzt, um an dem Renault vorbeizuziehen. Dabei sei er allerdings mit seinem Auto gegen die Front des gerade wendenden Renaults geprallt.

Nach diesem Zusammenstoß sei der Fahranfänger aus seinem Audi gestiegen und auf den Ingolstädter zugegangen. Er habe den 66-Jährigen am Kragen gepackt und ihm Schläge angedroht. Der Renault-Lenker habe daraufhin die Polizei verständigt – unter anderem, weil der 23-Jährige seine Personalien nicht habe preisgeben wollen. Wenige Minuten später seien Streifenbeamten vor Ort eingetroffen. "Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Audi-Fahrer jedoch bereits von der Unfallstelle entfernt", heißt es weiter. Der geflüchtete junge Mann sei dann aber in Ingolstadt an der Adresse seiner Freundin gestellt worden.

Ein dort durchgeführter Atem-Test habe bei dem 23-Jährigen einen Alkohol-Pegel von mehr als 1,6 Promille ergeben. Deshalb habe der Fahranfänger eine Blutentnahme über sich ergehen lassen müssen. Ihn erwarte jetzt ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und wegen Bedrohung. Schon wegen der Rausch-Fahrt droht ihm der Entzug seiner Fahrerlaubnis. Der 66-Jährige muss laut Polizei indes aufgrund einer Verkehrs-Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld-Bescheid rechnen.


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