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Arbeitslosen-Quote wie vor einem Jahr bei 2,8 Prozent. Für Ingolstadt werden 5,2 Prozent gemeldet, für die gesamte Region 3,6 Prozent. 

(ty) "Noch keine Spur von Frühjahrs-Belebung" sieht Johannes Kolb, der Leiter der Agentur für Arbeit in Ingolstadt, angesichts der jüngsten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in der Region 10 – also in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie in Ingolstadt. "Die Zahl der arbeitslosen Menschen in unserer Region lag auch im März auf dem Niveau der vergangenen Monate", fasst er zusammen. Die Gründe hierfür liegen seinen Worten zufolge "unverändert in den durch die unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fehlenden Impulsen".

Zwar ging laut Kolb die Arbeitslosigkeit im zu Ende gehenden März in der Region etwas zurück, "dies ist allerdings größtenteils auf die Wiederaufnahme der Tätigkeiten in den witterungsabhängigen Außenberufen zurückzuführen". Zum Stichtag in diesem Monat waren in der Region 10 insgesamt 10 759 Personen arbeitslos gemeldet – 256 weniger als noch im Februar. Vor Jahresfrist waren es allerdings 991 weniger.

Die Arbeitslosen-Quote für diesen März pendelte sich für die gesamte Region bei 3,6 Prozent ein – 0,1 Punkte weniger als zuletzt. Im März vergangenen Jahres lag sie bei 3,3 Prozent. Ein Blick in die Vergangenheit zeige, dass der Bestand an arbeitslosen Menschen in der Region in einem März zuletzt im Jahre 2006 höher gewesen sei, heißt es aus der Agentur für Arbeit in Ingolstadt. "Auffällig ist auch, dass sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit im März regional unterschiedlich verteilt", so Kolb.

Während in der Großstadt Ingolstadt die Zahl der Betroffenen annähernd unverändert blieb (minus sechs), konnten in den Landkreisen Eichstätt (minus 123), Neuburg-Schrobenhausen (minus 49) und Pfaffenhofen (minus 78) laut heutiger Mitteilung deutlich mehr Personen die Arbeitslosigkeit beenden. "Bei den Zugängen in und den Abgängen aus der Arbeitslosigkeit war zwar Dynamik erkennbar, doch leider reichte dies nicht für einen deutlichen Rückgang", erklärt Kolb.

Analysiere man die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen, so falle auf, dass der gesamte Rückgang im März auf den Rechtskreis der beitrags-finanzierten Arbeitslosen-Versicherung (Agentur für Arbeit) entfalle, während in der steuer-finanzierten Grundsicherung (Job-Center) die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen exakt gleich geblieben sei. "Die schwierige wirtschaftliche Ausgangslage führt dazu, dass sich bei zunehmend mehr Bürgerinnen und Bürgern die Dauer der Beschäftigungslosigkeit verlängert und damit das Übertritts-Risiko in die Langzeit-Arbeitslosigkeit, verbunden mit der Betreuung durch die Job-Center, erhöht", so Kolb.

Die Lage im Kreis Pfaffenhofen

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen ist im zu Ende gehenden März gesunken. 2231 Menschen waren zum Stichtag als arbeitslos gemeldet – das sind 78 Personen oder drei Prozent weniger als im Februar, aber 59 Personen beziehungsweise drei Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt aktuell 2,8 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,8 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit im Kreis Pfaffenhofen zum Stichtag in diesem März bei 1408 Personen (93 weniger als im Vormonat, aber 30 mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Job-Center) wurden 823 Arbeitslose registriert (15 mehr als im Vormonat, 29 mehr als vor einem jahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Job-Center) wurden zuletzt 37 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich laut heutiger Mitteilung im Kreis Pfaffenhofen insgesamt 691 Personen arbeitslos. "Davon kamen 291 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit", erklärt die Behörde. 757 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 316 eine Erwerbstätigkeit auf. "Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende", wird betont: 165 Stellen seien im März neu gemeldet worden – das seien 33 mehr als im Vormonat und 26 mehr als vor einem Jahr. Aktuell befänden sich damit im Kreis Pfaffenhofen 971 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

In der Grundsicherung (Job-Center) stieg die Zahl der so genannten Bedarfs-Gemeinschaften im Vorjahres-Vergleich im Kreis Pfaffenhofen um 65 auf nunmehr insgesamt 1357 – das bedeute eine Zunahme um fünf Prozent. Den Angaben zufolge wurden im zu Ende gehenden März im Landkreis Pfaffenhofen insgesamt 1758 erwerbsfähige Bürgergeld-Berechtigte betreut, das sind 50 Personen beziehungsweise drei Prozent als vor einem Jahr. 

Blick in die Region 

Auch die Arbeitslosigkeit in der Stadt Ingolstadt ist diesen März gesunken. 4330 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind sechs Personen weniger als im Februar, aber 739 Personen beziehungsweise 21 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt derzeit 5,2 Prozent und bleibt identisch zum Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,3 Prozent.

Im Kreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosigkeit in diesem März ebenfalls gesunken. 1943 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind 49 Personen weniger (minus drei Prozent) als im Februar, aber 69 Personen oder vier Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt aktuell 3,3 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,2 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichstätt ist im zu Ende gehenden März ebenfalls gesunken. 2255 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – 123 Personen weniger (minus fünf Prozent) als im Februar, aber 124 Personen oder sechs Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote liegt aktuell bei 2,9 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent. 


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