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29-Jähriger hat seit 2021 keine Fahrerlaubnis mehr, nutzte einen Hyundai ohne das Wissen des Besitzers, stand unter Cannabis- und Kokain-Einfluss.

(ty) Ein 29 Jahre alter Pkw-Lenker ist am gestrigen Nachmittag von Streifenbeamten im Gemeinde-Gebiet von Denkendorf aus dem Verkehr gezogen worden und hat sich handfesten – auch strafrechtlichen – Ärger eingehandelt. Zunächst versuchte der Deutsch-Mazedonier, auf der Autobahn A9 vor den Gesetzeshütern zu flüchten. Als er schließlich kontrolliert wurde, stellte sich heraus, dass er seit mehreren Jahren keine Fahrerlaubnis mehr besitzt, dass er den von ihm gesteuerten Wagen ohne das Wissen des Besitzers genutzt hatte und dass er obendrein unter Cannabis- und Kokain-Einfluss stand.

Laut heutiger Mitteilung der Polizei war der in Nürnberg wohnende 29-Jährige mit einem Hyundai auf der Autobahn in Richtung Norden unterwegs, als er gegen 16.25 Uhr einer allgemeinen Verkehrs-Kontrolle unterzogen werden sollte. Deshalb sei er von den Einsatzkräften per Anhalte-Signal dazu aufgefordert worden, dem Streifenwagen zu folgen. Zunächst habe er daraufhin mehrfach versucht, das Polizeiauto zu überholen, um sich der anvisierten Überprüfung zu entziehen. Dies sei ihm aber nicht gelungen. Er sei dem Streifenwagen dann an der A9-Anschlussstelle bei Denkendorf zunächst auf den Verzögerungs-Streifen gefolgt. Hier sollte er laut Polizei von der Autobahn gelotst werden.

Nachdem der vorausfahrende Streifenwagen die A9 an der genannten Ausfahrt bereits verlassen hatte, zog der 29-Jährige den Angaben zufolge zirka fünf Meter vor den Anprall-Dämpfern ruckartig auf die Fahrbahn zurück und versuchte erneut zu fliehen. Nachdem er von den Gesetzeshütern eingeholt worden sei, sei er diesen letztlich auf den Autobahn-Parkplatz Gelbelsee gefolgt. Hier habe die Verkehrs-Kontrolle dann auch durchgeführt werden können. Der gestoppte Hyundai-Lenker habe gegenüber den Beamten sofort zugegeben, dass er keine gültige Fahrerlaubnis mehr besitze und dass er deshalb der Kontrolle habe entgehen wollen.

Aus dem Daten-Bestand wurde laut Polizei in Erfahrung gebracht, dass dem Mann bereits im Jahre 2021 der Führerschein "aufgrund seiner Neigung zur Rauschgift-Sucht von der Verwaltungs-Behörde unanfechtbar entzogen" worden war. Im Rahmen der Überprüfungen habe sich außerdem herausgestellt, dass der Hyundai von dem 29-Jährigen ohne das Wissen des Besitzers benutzt worden sei – was eine weitere Straftat darstelle. Weil der Deutsch-Mazedonier "drogentypische Auffälligkeiten" gezeigt habe, sei ein Test durchgeführt worden. Dieser habe einen vorausgegangenen Konsum von Cannabis und Kokain angezeigt.

Deshalb sei – wie in solchen Fällen üblich – eine Blutentnahme angeordnet worden, die dann in den Räumen der Verkehrspolizei-Inspektion in Ingolstadt von einem hinzugezogenen Arzt durchgeführt worden sei. Bei der Durchsuchung des Hyundai sei eine Kleinmenge von Cannabis gefunden worden. Die zuständige Staatsanwaltschaft habe eine Wohnungs-Durchsuchung bei dem 29-Jährigen angeordnet. Dem Mann sei der Pkw-Schlüssel abgenommen worden. Das Auto sei verkehrssicher abgestellt worden.


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