Kurznachrichten, Termine und Notizen für den Landkreis Pfaffenhofen und Umgebung
Rundwanderung ab Kinding
(ty) Eine Gruppe von Wanderern der Sektion Pfaffenhofen-Asch im deutschen Alpenverein (DAV) ist kürzlich rund um Kinding (Kreis Eichstätt) unterwegs gewesen (Foto oben). Zunächst konnten sie sich dabei am strahlenden Sonnenschein erfreuen, später gab es ein kurzes Gewitter. "Auf dem abwechslungsreichen Weg erkundeten die Teilnehmenden das bekannte Felsentor, mehrere kleine Höhlen sowie historische Hügelgräber", heißt es von der DAV-Sektion. "Ein besonderes Highlight war das Fuchsloch, auch Diebesgassl genannt – ein schmaler Durchlass, der spektakulär unter der A9 durchführt." Geleitet worden sei die Tour von Dagmar Neumeier.
Gratis-Konzert in Geisenfeld
(ty) Die nächste Veranstaltung im Rahmen der in Geisenfeld angebotenen Reihe "Z'sammasitz'n" findet am kommenden Mittwoch, 10. Juni, statt. Beginn des Events im Alten- und Pflegeheim "St. Emmeram" ist um 19 Uhr. Wie die Stadtverwaltung weiter erklärt, präsentiert diesmal die Band "Schmidtanand" ihr aktuelles Album. Seit dem Jahr 2023 verbindet das Ensemble um Songwriterin, Autorin und Liedermacherin Karin Hoisl-Schmidt den bayerischen Dialekt mit Liedermacher-Mundart-Pop – mal rockig, mal weltmusikalisch, groovy, tanzbar, nachdenklich, mitreißend. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen; der Eintritt ist kostenfrei.
Vortrag über neuartige Dämmplatten
(ty) Am kommenden Dienstag, 9. Juni, begrüßt das Pfaffenhofener "Forum Baukultur" im Hofberg-Saal in der Kreisstadt Daniel Pretzl aus Perlesreut (Kreis Freyung-Grafenau) und Ruben Casillas (Erlangen). "Sie entwickelten gemeinsam neuartige Dämmplatten, die 2024 zur Marktreife gebracht wurden", heißt es in der Ankündigung. "Leicht, stabil, nachhaltig – und zugleich schwer entflammbar." Die Veranstaltung unter dem Motto "Nachhaltig dämmen mit Holz-Pilz-Platten" beginnt um 18 Uhr und steht allen Interessierten offen; der Eintritt ist kostenfrei. Mit dem Blick auf den neuartigen Baustoff setzt das "Forum Baukultur" nach eigenem Bekunden seine Reihe zur Nachhaltigkeit fort.
"Das innovative Grundprinzip: Ein Pilz durchwächst bei warmen Temperaturen die zuckerhaltigen Holzfasern vollständig", so die Verantwortlichen. "Anschließend wird das Myzel durch Hitze abgetötet. Nach der Trocknung des Substrats bleibt eine stabile, nachhaltige Dämmplatte aus Chitin und Holzfasern zurück – frei von aktivem Pilzmaterial." In ihrem Vortrag erläutern die Referenten laut "Forum Baukultur", wie die Idee entstand, warum ausgerechnet Paulownia-Holz (Blauglockenbaum) verwendet wird, wie lange die Herstellung dauert und welche Praxis-Erfahrungen bereits vorliegen. Außerdem zeigen sie auf, welchen Beitrag diese Entwicklung zum Klimaschutz leisten könne.
"Anschauliche Fotos sowie Materialproben ermöglichen es den Gästen, die Dämmplatten aus nächster Nähe zu betrachten und selbst in die Hand zu nehmen", wird betont. Daniel Pretzl ist Maschinenbau-Ingenieur und prägte lösungsorientierte Ansätze in der Konstruktion bei "Knaus Tabbert", bevor sich der heutige Geschäftsführer der Pretzl-Paulownia-GmbH selbständig machte. Ruben Casillas ist Chemiker und Physiker, er führt die Forschung und Entwicklung.
Vollsperrung in Pfaffenhofen
(ty) Verkehrs-Behinderungen an der so genannten Bahnhof-Kreuzung im Stadtgebiet von Pfaffenhofen an der Ilm: Die Staatsstraße 2045, die hier auch Schrobenhausener Straße heißt, muss ab dem morgigen Montag, 8. Juni, und bis Freitag, 26. Juni, auf Höhe des ehemaligen BayWa-Geländes im Bereich zwischen der Einmündung der Georg-Hipp-Straße und der Bundesstraße B13 komplett gesperrt werden. Das wurde aus dem Landratsamt bekannt gegeben.
"Die Bundesstraße ist von der Sperrung nicht betroffen und voll befahrbar", stellt die Kreis-Behörde in diesem Zusammenhang klar. Die Umleitung sei ausgeschildert und erfolge über die B13, Ilmmünster, Scheyern, Mitterscheyern und umgekehrt sowie über die B13 und die Westtangente in Pfaffenhofen. Grund für diese Einschränkungen seien Baumaßnahmen zur Verbreiterung des Gehwegs sowie zur Errichtung einer Rechtsabbieger-Spur, so das Landratsamt.
Im Gespräch mit Abgeordneten
(ty) "Demokratie lebt vom Zuhören, vom Austausch und davon, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Deshalb ist es uns wichtig, regelmäßig direkt mit den Menschen ins Gespräch zu kommen", erklären der Bundestags-Abgeordnete Leon Eckert (Grüne) und der Landtags-Abgeordnete Johannes Johannes Becher (Grüne), beide aus dem Kreis Freising. Mit ihren "politischen Sprechstunden" möchten sie nach eigenen Angaben einen offenen und unkomplizierten Raum für Anliegen, Fragen, Ideen oder auch Kritik schaffen.
Im Regional-Büro an der Ziegelgasse 11 in Freising haben interessierte Bürgerinnen und Bürger am morgigen Montag, 8. Juni, von 16.30 Uhr bis 18 Uhr die Möglichkeit, ihre Themen mit Johannes Becher zu besprechen. Eine weitere politische Sprechstunde findet an selber Stelle am Montag, 27. Juli, von 14 Uhr bis 15.30 Uhr mit Leon Eckert statt. "Ob konkrete Anliegen aus dem Alltag, politische Fragen oder einfach Interesse am gemeinsamen Austausch: Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und mit ihren Abgeordneten ins Gespräch zu treten", wird betont.
Mehr freiwillige Ausreisen von Syrern
(ty) Die Zahl der freiwillig ausgereisten Syrer ist deutlich gestiegen. Das hat der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mitgeteilt. Den Angaben zufolge haben nach dem Ende des Bürgerkriegs in Syrien im vergangenen Jahr insgesamt 2138 sowie in den Monaten Januar bis April des laufenden Jahres 623 Syrer den Freistaat freiwillig verlassen. Im Jahr 2024 seien es lediglich 1023 gewesen. Herrmann begrüßt diese Tendenz, fordert aber gerade deshalb eine noch stärkere finanzielle Unterstützung für jene, die freiwillig in ihrer Heimat zurückkehren wollen: "Wir brauchen koordinierte Wiederaufbau-Hilfe vor Ort und unbürokratische Unterstützung der freiwilligen Rückkehr in die Heimat, auch mit höheren Prämien", so der Minister. "Das schafft Perspektiven und Verlässlichkeit für die Menschen."
Auf der anderen Seite gelingt laut Herrmann aber auch die Integration von Syrerinnen und Syrern in Bayern. Das belegt aus Sicht des Ministers unter anderem die Zahl der Einbürgerungen, "sozusagen als Schlussstein einer gelungenen Integration". Er führt dazu aus: "Im Jahr 2025 haben wir rund 5000 syrische Staatsangehörige eingebürgert. Aber auch die Beschäftigungs-Quote der in Bayern lebenden Syrerinnen und Syrer liegt laut den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit aktuell bei 51,9 Prozent über dem Bundesdurchschnitt mit 47,9 Prozent." Insgesamt gebe es im Freistaat rund 30 000 sozialversicherungs-pflichtig beschäftigte Syrer; davon seien zirka die Hälfte auf Fachkraft-Niveau oder höher tätig.
Laut Herrmann lebten zum Ende April dieses Jahres rund 87 000 Syrer in Bayern, davon rund 39 600 mit einem befristeten Aufenthaltstitel wegen der Zuerkennung eines Schutzstatus. Bei weiteren rund 11 000 Syrern in Bayern sei das Asylverfahren derzeit noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Etwa 1200 Personen seien aktuell ausreisepflichtig. Zudem befänden sich derzeit bei der "Taskforce Straftäter" des Landesamts für Asyl und Rückführungen 233 schwere Straftäter mit syrischer Staatsangehörigkeit "in Bearbeitung", deren Aufenthalts-Beendigung für die Staatsregierung oberste Priorität habe.





