Die Arbeitslosen-Quote beträgt aktuell 2,6 Prozent. Für Ingolstadt werden 5,0 Prozent gemeldet, für die gesamte Region 3,3 Prozent.
(ty) "Mit der Arbeitsmarkt-Entwicklung in der ersten Halbzeit des Jahres 2026 können wir nicht zufrieden sein", erklärt Johannes Kolb, der Leiter der Agentur für Arbeit in Ingolstadt, zur Situation in der Region 10 – also in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie in der Stadt Ingolstadt. Zwar ging seinen Worten zufolge die Zahl der Arbeitslosen von Februar bis Juni jeweils etwas zurück – aber teils deutlich geringer als erwartet. "Zahlreiche negative Faktoren gepaart mit dem anhaltenden Fehlen und Ausbleiben positiver Impulse lassen auch für die zweite Jahres-Hälfte keinen spürbaren Umschwung erwarten", so der Behörden-Chef.
Zum Stichtag im zu Ende gehenden Juni waren laut heutiger Mitteilung in der Region 10 insgesamt 10 068 Personen arbeitslos gemeldet – 76 weniger als im Mai. Vor Jahresfrist waren es allerdings 565 Arbeitslose weniger. Die aktuelle Arbeitslosen-Quote für die gesamte Region 10 liegt laut heutiger Mitteilung bei 3,3 Prozent und damit um 0,1 Punkte niedriger als zuletzt.
Zum Vergleich: Im Juni vergangenen Jahres hatte sie bei 3,2 Prozent gelegen. "Während die Zahl der arbeitslosen Personen in unserer Region im Rechtskreis der Grundsicherung etwas zurückging (minus 105), stieg sie im Zuständigkeits-Bereich der Arbeitslosen-Versicherung, bedingt durch die Konjunktur-Schwäche, sogar etwas an (29)", so Kolb in einer aktuellen Presse-Mitteilung.
Strukturkrise und negative Auswirkungen der Transformation machen sich laut Agentur für Arbeit auch in der Beschäftigten-Entwicklung zunehmend deutlich bemerkbar. "Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Stadtgebiet Ingolstadt um 2463 und im Landkreis Eichstätt um 600 zurück", so die Behörde. Insbesondere betroffen sei hier das verarbeitende Gewerbe. In den Kreisen Neuburg-Schrobenhausen (plus 652) und Pfaffenhofen (plus 12) nahm die Beschäftigung zu oder blieb zumindest stabil.
Seit Jahresbeginn wurden der Agentur für Arbeit in der Region 10 nach eigenem Bekunden insgesamt 3384 offenen Stellen zur Besetzung gemeldet – das sind 939 oder 21,7 Prozent weniger als noch zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. "Auch im Bestand an vakanten Arbeitsplätzen spiegelt sich die wirtschaftliche Krise wider", heißt es weiter: 3503 zu besetzende Arbeitsplätze bedeuten gegenüber Juni vergangenen Jahres ein Minus von 1130 oder 24,4 Prozent.
Ein Lichtblick ist aus Sicht der Agentur für Arbeit nach wie vor der Ausbildungsmarkt in der Region 10, "auch wenn sich hier die Schere zwischen Angebot und Nachfrage etwas mehr schließt, als dies noch in den vergangenen Jahren der Fall war". Zum Stichtag im zu Ende gehenden Juni waren bei der Berufs-Beratung laut heutiger Mitteilung insgesamt 979 unversorgte Ausbildungs-Interessierte aus der Region 10 auf der Suche nach der passenden Lehrstelle registriert. Demgegenüber standen noch 1067 frei Ausbildungslätze.
"Natürlich ist es wünschenswert, mit einem unterschriebenen Ausbildungs-Vertrag in die Ferien zu starten, aber auch für Jugendliche, die noch nicht den passenden Ausbildungsplatz gefunden haben, sind weiterhin genügend Möglichkeiten vorhanden", unterstreicht Arbeitsagentur-Chef Johannes Kolb und rät dazu, Kontakt mit der Berufs-Beratung aufzunehmen. Am einfachsten per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Die Lage im Kreis Pfaffenhofen
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ist im zu Ende gehenden Juni etwas gestiegen. 2048 Menschen waren hier zum jüngsten Stichtag als arbeitslos gemeldet; das sind 37 Personen oder zwei Prozent mehr als im Mai, aber 28 Personen beziehungsweise ein Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 2,6 Prozent und liegt damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr hatte sie ebenfalls bei 2,6 Prozent gelegen.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit zum jüngsten Stichtag im Kreis Pfaffenhofen bei 1307 Personen (18 Personen mehr als im Vormonat, aber 18 weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Job-Center) waren zum Stichtag insgesamt 741 Arbeitslose registriert (19 Personen mehr als im Vormonat, aber zehn weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Job-Center) wurden zuletzt 36 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Pfaffenhofen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich im Landkreis Pfaffenhofen insgesamt 577 Personen arbeitslos. Davon kamen laut Behörden-Angaben 251 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 535 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 189 eine Erwerbstätigkeit auf. "Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende", betont die Agentur für Arbeit: 151 Stellen wurden im Juni neu gemeldet (30 mehr als im Vormonat, aber 40 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befänden sich damit im Kreis Pfaffenhofen 922 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Job-Center) stieg die Zahl der so genannten Bedarfs-Gemeinschaften im Vorjahres-Vergleich im Kreis Pfaffenhofen um 96 auf nunmehr insgesamt 1350 – das bedeute eine Zunahme um acht Prozent. Den Angaben zufolge wurden im zu Ende gehenden Juni im Landkreis Pfaffenhofen insgesamt 1746 erwerbsfähige Bürgergeld-Berechtigte betreut, das sind 93 Personen beziehungsweise sechs Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Blick in die Region
Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Ingolstadt ist im zu Ende gehenden Juni gesunken. 4186 Menschen waren zum Stichtag als arbeitslos gemeldet; das sind acht Personen weniger als im Mai, aber 477 Personen beziehungsweise 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt momentan hier 5,0 Prozent und bleibt identisch zum Wert vom Vormonat. Vor einem Jahr hatte sie bei 4,5 Prozent gelegen.
Auch die Arbeitslosigkeit im Kreis Neuburg-Schrobenhausen ist in diesem Juni zurückgegangen. 1776 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet: 41 Personen weniger als im Mai, aber 120 Personen oder sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 3,0 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,8 Prozent.
Im Landkreis Eichstätt ist die Arbeitslosigkeit im Juni ebenfalls gesunken. 2058 Menschen waren hier zum Stichtag als arbeitslos gemeldet; das sind 64 Personen weniger als im Mai und vier Personen beziehungsweise 0,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt nunmehr 2,6 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,6 Prozent.





