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Senior fiel auf Lügen-Geschichte um angebliche Einbrüche in seiner Nachbarschaft herein. Er packte Wertsachen in einen Beutel und platzierte diesen in einem Topf vor seinem Haus.

(ty) Zum Opfer von Betrügern geworden ist am gestrigen Dienstag ein Rentner aus Altomünster (Kreis Dachau). Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord heute berichtet, bekam der Mann, der über 70 Jahre alt ist, gegen 10.30 Uhr einen Anruf von einem unbekannten Kriminellen, der sich als Kriminalbeamter ausgab. Dieser habe dem Senior vorgegaukelt, dass es in dessen Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen wäre. Der Altomünsterer sollte den Angaben zufolge Wertgegenstände in einen Beutel packen und diesen in einem Kochtopf vor seiner Haustüre abstellen. Der Rentner sei dieser Aufforderung nachgekommen.

Er habe Schmuck, Bargeld, Münzen und Girokarten im Gesamtwert von mehr als 30 000 Euro in den Beutel getan. Im Anschluss sei er angewiesen worden, die Rollos an der Vorderseite des Hauses herunterzulassen. Als der Senior später nachgeschaut habe, habe nur noch der leere Topf vor der Türe gestanden. Die Wertsachen habe ein bislang nicht identifizierter Täter entwendet. Beamte von der Kripo in Fürstenfeldbruck haben die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Etwaige Zeugen, die gestern Vormittag im Bereich von Aichacher Straße, Stumpfenbacher Straße und Euphemiaweg verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden darum gebeten, sich unter der Rufnummer (0 81 41) 61 20 zu melden.

Präventions-Hinweise der Polizei:

  • "Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizei-Notruf-Nummer 110 an! Das machen nur Betrüger.
  • Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Ziehen Sie eine Vertrauens-Person hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
  • ​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!"

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