Der "Eurofighter"-Verband steht jetzt unter dem Kommando von Oberstleutnant Johannes Durand. Er tritt die Nachfolge von Oberst Jürgen Schönhöfer an, der nach Berlin ins Kommando der Luftwaffe wechselt.
(ty) Wechsel an der Spitze des Taktischen Luftwaffen-Geschwaders 74 der Bundeswehr: Der in Neuburg an der Donau stationierte Militär-Verband steht jetzt unter dem Kommando von Oberstleutnant Johannes Durand. Beim Übergabe-Appell auf der Basis bei Neuburg-Zell habe der 46-Jährige diese Woche die Führung des Geschwaders von Oberst Jürgen Schönhöfer übernommen, der nach Berlin ins Kommando der Luftwaffe wechsele, teilte die Bundeswehr mit. Für Schönhöfer ende damit seine gut dreijährige Zeit als Kommodore.
Durand ist in Neuburg kein Unbekannter: "Von 2015 bis 2017 war er bereits als Staffelkapitän der zweiten Fliegenden Staffel an der Donau eingesetzt", erklärt die Bundeswehr. Nun kehre er nach zuletzt vier Jahren als Verbindungs-Offizier im US-Generalstab in Washington D.C. als Kommodore an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Eine Aufgabe, auf die sich der gebürtige Baden-Württemberger freue, wie er beim Übergabe-Appell vor rund 350 Gästen aus Militär, Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft betonte. Darunter waren neben neun ehemaligen Neuburger Kommodores auch Durands Ehefrau, sein Sohn sowie weitere Familien-Mitglieder.
Den Festakt auf der Basis bei Neuburg an der Donau umrahmte das Heeresmusikkorps aus Kassel. Oberstleutnant Johannes Durand ist laut Bundeswehr-Mitteilung bereits der 22. Mann an der Spitze des "Eurofighter"-Verbands. Und er kommt in einem Jubiläums-Jahr, in dem das Taktische Luftwaffen-Geschwader 74 der Bundeswehr sein 65-jähriges Bestehen feiert. "Es ist mir eine Ehre, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen", erklärte Durand nach der offiziellen Übergabe der Truppenfahne durch den Kommandeur der "Fliegenden Verbände", Generalmajor Bernhard Teicke.
Die militärische Laufbahn des neuen Kommodores hatte im Jahr 1999 mit dem Eintritt in die Bundeswehr begonnen. Nach dem Studium der Luft- und Raumfahrt-Technik in München ging Durand zur Ausbildung in die USA, bevor er beim Jagdbomber-Geschwader 32 auf dem Lechfeld als Tornado-Pilot diente. "Weitere Verwendungen führten ihn in der Folge unter anderem zum Kommando Luftwaffe, ins Bundes-Verteidigungs-Ministerium sowie zum Luftwaffen-Truppen-Kommando", heißt es aus der Bundeswehr.
Für Oberst Schönhöfer endete nun seine Zeit als Kommodore. Der 52-Jährige, der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Neuburg lebt, wechselt in die Bundeshauptstadt, wo er künftig im Kommando der Luftwaffe tätig sein wird. Neben dem Jubiläums-Jahr zählten unter anderem die Großübung "Air Defender" im Jahr 2023, die Teilnahme an "Pitch Black" in Australien in diesem Jahr, eine weitere Nato-Mission im Baltikum sowie ganz persönlich ein mehrmonatiger Auslands-Einsatz in Jordanien zu den prägenden Ereignissen während seiner Zeit als Kommodore.





