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Für Emanuel Gebert ist heuer ein goldenes Jahr. Nun gewann er eine prestigeträchtige Challenge in Las Vegas gegen hochkarätige 38 Konkurrenten. 

(ty) Mit einem grandiosen Sieg hat der junge Western-Reiter Emanuel Gebert aus dem Geisenfelder Ortsteil Holzleiten erneut Schlagzeilen gemacht. Der erst 13 Jahre alte Pferde-Sportler setzte sich im US-amerikanischen Las Vegas in der Disziplin Reining gegen 38 Konkurrenten aus der Weltelite durch und gewann die prestigeträchtige "Non-Pro-Challenge" des Turniers "The run for a Million" (TRFAM). In der Szene wird der Triumph des jungen Deutschen, der heuer schon mit einigen Siegen bei internationalen Wettbewerben Ausrufe-Zeichen gesetzt hatte, als Sensation bewertet. Noch nie zuvor hatte ein so junger Reiter diesen Wettbewerb für sich entscheiden können. "Das war einfach cool, eine Klasse-Erfahrung", sagt Emanuel im Gespräch mit unserer Zeitung und erzählt, was Reining mit seinen spektakulären Vorführungen für ihn bedeutet.

Bereits im Jahr 2022 berichteten wir ausführlich über den hochtalentierten Reiter. Im Alter von damals gerade einmal neun Jahren holte er sich damals im französischen Lyon zwei Champion-Titel bei einem europäischen Derby der "National Reining Horse Association" (NRHA) für fünf- bis achtjährige Pferde. Auch das war vor ihm noch keinem anderen Western-Reiter in diesem jungen Alter gelungen. Schon seinerzeit zeichnete sich ab, dass Emanuel Gebert in der speziellen Western-Reit-Disziplin, für die besonders gehorsame und bewegliche Pferde erforderlich sind, mal ein ganz Großer werden kann.

Emanuel Gebert bei "The run for a Million".

Seine Qualifikation für das Event in Las Vegas galt in der Fachwelt bereits als bemerkenswert. Als einer von nur acht Reitern aus ganz Europa löste der 13-Jährige beim Qualifikations-Turnier in Lyon sein Ticket für das TRFAM, einem verhältnismäßig jungen, aber viel beachteten Show-Format, bei dem es um ein Gesamt-Preisgeld von einer Million Dollar geht. In der Arena im US-Bundesstaat Nevada traf der junge Geisenfelder auf 38 hochkarätige und erfahrene Amateur-Reiter, die in ihren teils schon Jahrzehnte langen Karrieren bereits immense Preisgelder errungen haben, darunter auch die bekannte Reining-Reiterin Gina-Maria Schumacher.

Aber von den großen Namen ließ sich Emanuel Gebert nicht einschüchtern. Nach seinem regulären Ritt lag er mit herausragenden 218 Punkten gleichauf mit Schumacher und zwei weiteren Kontrahenten auf Platz eins. Das heißt, ein Stechen musste letztlich über den Turnier-Sieg entscheiden. Und in diesem Krimi zeigte der 13-Jährige, dass er Nerven wie Drahtseile hat. Auf dem elfjährigen Spitzenpferd "Gunna Cash Ya" – es ist im Besitz des US-Trainings-Stalls "Story Book Stables" und wird von einem Deutschen trainiert – zeigte der Geisenfelder eine überragende Leistung. Ein Traum-Score von 224 brachte ihm dann den Sieg.

Der 13-jährige Emanuel (Mitte) bei der "The run for a Million"-Sieger-Ehrung.

Emanuels Erfolge kommen nicht von Ungefähr. Seine Eltern Angelika und Markus Gebert sind beide Profi-Reining-Sportler der höchsten Leistungs-Stufe vier und führen in Holzleiten einen Betrieb mit gut 30 Pferden. Ideale Bedingungen für den Youngster, der mit gerade mal 2,5 Jahren an seinem ersten Führzügel-Turnier teilgenommen hatte. Ihr Sohn reite jeden Tag zwei bis vier Pferde, was ein Trainings-Pensum von zwei bis 3,5 Stunden bedeute, erklärt Angelika Gebert. Deshalb habe der Junge schon erstaunlich viel Erfahrung im Umgang mit Pferden gesammelt. Bereits als Steppke habe Emanuel allein durch das Zuschauen enorm viel gelernt. Zudem habe er unglaublich viel Gefühl im Umgang mit Pferden und sei sehr reaktionsstark.

Welchen Beruf er als Erwachsener einmal ausüben möchte? "Reining-Reiter, wie meine Eltern", schießt es aus dem 13-Jährigen heraus. Das sei für ihren Sohn ein und alles, bestätigt die Mutter. "Er will nichts anderes, nur im Stall sein." Das sei ihm viel wichtiger als ein Besuch im Kino oder in einem Freizeit-Park. Sehr dankbar sind Geberts dafür, dass ihr Filius, der die Mittelschule in Geisenfeld besucht und jetzt in die achte Klasse kommt, wann immer es nötig ist, für besondere Events vom Unterricht freigestellt wird. "Der Rektor ist toll und unterstützt uns sehr", freut sich Angelika Gebert.

Emanuel bei einem Wettkampf im Juni in Deutschland in Aktion.

Im Mai war der junge Geisenfelder heuer einer von insgesamt 107 Sportlerinnen und Sportler aus dem Kreis Pfaffenhofen, die – wie berichtet – für herausragende Leistungen im Jahr 2025 geehrt wurden (Foto unten). Wahrhaft golden ist das laufende Jahr für Emanuel Gebert. Unmittelbar vor seinem Triumph in den USA gelang ihm ein Sieg in der "Youth 13 & Under"-Wertung bei den "NRHA European Affiliate Championships", der Europa-Meisterschaft der NRHA, und Team-Gold bei den "World Reining Continental Championships", der Europa-Meisterschaft der World Reining in der Wertung der Amateure. Kurz zuvor hatte er in Brasilien, wo die Pferde zugelost wurden, den "World Youth Reining Cup" für sich entschieden.

Nach dem erfolgreichen USA-Trip ist für Emanuel Gebert die aktuelle Wettkampf-Saison aber noch längst nicht beendet. Weitere große Turniere mit internationaler Beteiligung stehen für ihn in Italien, Frankreich und Deutschland an. Und man darf sich nicht wundern, wenn dem 13-Jährigen auch da der eine oder andere Sieg gelingt.

Landrat Albert Gürtner (links) und Florian Weiß (rechts), der Vorsitzende der Sport-Kommission des Kreises Pfaffenhofen, mit Sportlerinnen und Sportlern, die heuer vom Landkreis für die Teilnahme an einer Welt- oder Europameisterschaft im vergangenen Jahr geehrt wurden: Alexandra Drexler (von links), Moritz Bockes, Emanuel Gebert, Nicole Diehl und Maximilian Strauß. 

Älterer Beitrag:

Neunjähriger Western-Reiter aus Geisenfeld: Emanuel gewinnt internationales Turnier


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