Das Unglück geschah gestern, als eine 44-Jährige auf der Staatsstraße 2050 in Karpfhofen mit ihrem Mercedes auf die Gegenspur geriet.
(ty) Zu einem folgenreichen Verkehrsunfall ist es am gestrigen Nachmittag im Gemeinde-Gebiet von Markt Indersdorf (Kreis Dachau) gekommen. Das Unglück geschah gegen 13.40 Uhr auf der Staatsstraße 2050 im Ortsteil Karpfhofen. Insgesamt vier Personen trugen laut Polizei teils schwere Verletzungen davon. Die 44-Jährige, die das Unglück verursacht hatte, stand den Angaben zufolge "unter deutlichem Alkohol-Einfluss". Der genaue Unfall-Hergang sowie die zum Unfall-Zeitpunkt bestehende Alkoholisierung seien Gegenstand der Ermittlungen.
Wie die Polizeiinspektion aus Dachau heute berichtet, war nach derzeitigem Stand die 44 Jahre alte Slowakin aus dem Raum Maisach mit einem Mercedes auf der Staatsstraße 2050 (Dachauer Straße) in Richtung Niederroth unterwegs und geriet im Kurven-Bereich unmittelbar vor dem Bahn-Übergang auf die Gegenspur. Ihr Pkw sei dort mit einem entgegenkommenden BMW kollidiert, der von einem 73 Jahre alten Deutschen aus dem Gemeinde-Gebiet von Markt Indersdorf gesteuert worden sei. Der BMW sei – trotz eines sofort eingeleiteten Ausweich-Manövers – durch die Wucht des Aufpralls um 180 Grad gedreht worden.
Anschließend sei der BMW gegen einen Gartenzaun geprallt, ehe er zu Stillstand gekommen sei. Der Mercedes der Unfall-Verursacherin sei in der weiteren Folge frontal mit einem Opel zusammengestoßen, der von einer 36 Jahre alten Deutschen aus dem Gemeinde-Gebiet von Markt Indersdorf gelenkt worden sei. Die Opel-Lenkerin habe sich zum Unfall-Zeitpunkt hinter dem BMW befunden. Ihr Auto sei durch den heftigen Aufprall mehrere Meter nach hinten verletzt worden, ehe es im Seitenstreifen zum Stehen gekommen sei. Als Beifahrerin habe sich eine 63-Jährige aus dem Gemeinde-Gebiet von Germering in dem Opel befunden.
"Alle Unfall-Beteiligten wurden teils schwer verletzt und kamen zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser", fasst die Polizei zusammen. Die 63 Jahre alte Beifahrerin in dem – durch den Unfall stark beschädigten – Opel sei per Rettungs-Hubschrauber ins Uni-Klinikum nach Augsburg geflogen worden. Die weiteren Verunglückten seien per Rettungswagen in die Kliniken nach Markt Indersdorf und Dachau gebracht worden. Die drei Unfall-Pkw mussten abgeschleppt werden. Ein geparktes Auto sei durch umherfliegende Teile beschädigt worden. Insgesamt belaufe sich der Sachschaden auf etwa 60 000 Euro.
Neben den Rettungskräften und Streifenbeamten waren die Feuerwehren aus Markt Indersdorf und Röhrmoos sowie die Kreisbrandinspektion aus Dachau im Einsatz. Die Floriansjünger unterstützten den Rettungsdienst bei der Betreuung der Verunglückten und sicherten die Unfallstelle großräumig ab; zudem wurden auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen und gebunden. "Die unmittelbar an der Unfallstelle vorbeiführende Bahn-Strecke war durch das Unfall-Geschehen nicht betroffen", so die Kreisbrandinspektion. "Eine Sperrung der Bahn-Strecke war daher nicht erforderlich."





