Logo
Anzeige
Anzeige

Am Gerolsbach entstehen rund 4600 Kubikmeter zusätzlicher Retentionsraum sowie Ausgleichs-Flächen für künftige Bauprojekte.

(ty) Entlang des Gerolsbachs, südwestlich des Abenteuer-Spielplatzes in Pfaffenhofen-Niederscheyern, sollen auf einer rund 31 500 Quadratmeter großen Fläche neue Retentionsräume und Ökokonto-Flächen – als Bevorratung für Ausgleichs-Flächen für zukünftige Bauprojekte – entstehen. "Mit der geplanten Maßnahme verbindet die Stadt aktiven Hochwasserschutz mit einer ökologischen Aufwertung der Flächen", heißt es aus dem Rathaus. In seiner jüngsten Sitzung habe der Bauausschuss des Stadtrats der weiteren Planung einhellig zugestimmt.

"Ähnlich wie bei den bereits neu angelegten Retentionsraum- und Ökokonto-Flächen an der Posthofstraße unterhalb des Biomasse-Kraftwerks soll damit frühzeitig zusätzlicher Raum für den Hochwasserschutz geschaffen werden", erklärt die Stadtverwaltung. Insgesamt können entlang des Gerolsbachs den Angaben zufolge rund 4600 Kubikmeter zusätzlicher Retentionsraum geschaffen werden. Gleichzeitig entstünden ökologisch aufgewertete Flächen, die als Ausgleichs-Flächen für die Erweiterung des "Heilpädagogischen Zentrums" sowie für zukünftige Bauvorhaben genutzt werden könnten.

Auf der Fläche seien drei unterschiedliche Bereiche vorgesehen. Auf Höhe des Fußweges solle der bestehende Grünzug entlang des Weges und des Gerolsbach-Arms ökologisch aufgewertet werden. Geplant sei unter anderem die Entwicklung einer standortgerechten Hochstaudenflur. Südlich des Gerolsbachs solle eine Feuchtwiese entstehen. Durch die Anlage einer Mulde werden hier laut Stadtverwaltung gut 2200 Kubikmeter Retentionsraum geschaffen. Die Fläche werde an zwei Stellen an den Gerolsbach angebunden. Auf den verbleibenden Flächen zwischen den Absenkungen und dem Gerolsbach seien zudem Einzelbaum-Pflanzungen vorgesehen.

Nördlich des Gerolsbachs sei eine Feuchtwiese mit einem Retentionsvolumen von rund 2400 Kubikmetern vorgesehen. Der tiefste Punkt der Fläche werde dabei am Gerolsbach liegen. Dadurch könne das bei einem Hochwasser-Ereignis aufgenommene Wasser nach dem Rückgang der Flut wieder vollständig in den Gerolsbach zurückfließen und die Fische könnten den Weg zurück ins Gewässer finden. Für die geplanten Maßnahmen sei nun im nächsten Schritt die Beantragung der wasserrechtlichen Genehmigung vorgesehen. "Nach Erteilung der Genehmigung könnte die Umsetzung im Jahr 2027 erfolgen", wurde aus dem Rathaus gemeldet.


Anzeige
RSS feed