Die angehenden Floriansjünger kamen aus 20 Feuerwehren aus der Region 10. Gefragt waren Teamgeist, Wissen und praktisches Können.
(ty) Teamgeist, Wissen und praktisches Können sind am Wochenende in Vohburg gefragt gewesen: Bei der Abnahme der so genannten Leistungs-Spange der deutschen Jugend-Feuerwehr traten 14 Gruppen mit insgesamt rund 130 jungen Leuten von 20 Feuerwehren aus der Region 10 an – also aus den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie der Stadt Ingolstadt. Das wurde am heutigen Dienstag aus dem Landratsamt von Pfaffenhofen bekannt gegeben. Am Ende stand nach Angaben der Behörde fest: "Alle angetretenen Gruppen haben die Leistungsspange erfolgreich abgelegt."
"Die Jugend-Feuerwehren leisten einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Feuerwehren. Umso schöner ist es zu sehen, mit welchem Engagement und Zusammenhalt die Jugendlichen hier angetreten sind", sagt der Pfaffenhofener Landrat Albert Gürtner (FW). "Mein Glückwunsch gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die gemeinsam diese anspruchsvollen Aufgaben gemeistert haben. Mein Dank gilt außerdem allen Betreuerinnen und Betreuern sowie den vielen Helferinnen und Helfern, die eine solche Veranstaltung überhaupt erst möglich machen."
Die Leistungs-Spange ist laut Landratsamt die höchste Auszeichnung, die Jugendliche innerhalb der deutschen Jugend-Feuerwehr erreichen können. Bei der Abnahme gehe es nicht um einen Wettbewerb mit einem Sieger. Vielmehr müssten die Gruppen gemeinsam festgelegte Anforderungen in verschiedenen Disziplinen erfüllen. Dabei zählten sowohl die Leistung der einzelnen Jugendlichen als auch das Zusammenspiel innerhalb der Gruppe.
"Insgesamt mussten die Jugendlichen fünf Aufgabenbereiche bewältigen", heißt es weiter. "Bei der Schnelligkeits-Übung galt es, acht Schläuche auszurollen und zu kuppeln. Die Schläuche mussten dabei innerhalb von 75 Sekunden korrekt und ohne Verdrehungen ausgelegt sein." Auch beim Kugelstoßen und beim Staffellauf seien sportliche Leistungen gefragt gewesen. "Die Gruppe musste beim Kugelstoßen gemeinsam eine Gesamtweite von 55 Metern erreichen. Beim Staffellauf galt es, die 1500 Meter innerhalb von vier Minuten und 15 Sekunden zu absolvieren."
Beim Lösch-Aufbau standen laut Landratsamt dagegen vor allem sauberes und fehlerfreies Arbeiten sowie das Zusammenspiel der Gruppe im Mittelpunkt. Eine weitere Herausforderung sei die Beantwortung von Feuerwehr- und Allgemeinwissen-Fragen gewesen. Aus einem umfangreichen Fragen-Katalog mussten die Jugendlichen rund 20 Fragen beantworten.
"Bei der Leistungs-Spange kommt es nicht darauf an, dass eine Einzelperson besonders gut ist. Die Gruppe muss als Team funktionieren und jeder muss sich auf den anderen verlassen können", erklärt Kreis-Jugend-Feuerwehr-Wart Bert Krammer, der die Veranstaltung organisiert hatte. "Die Jugendlichen haben sich intensiv vorbereitet und am Abnahmetag gezeigt, was sie können. Dass alle 14 Gruppen bestanden haben, freut uns natürlich sehr."





