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Betroffen sind nach wie vor Bereiche der Versorgungs-Gebiete der "Ilmtal-Gruppe", der "Waaler Gruppe" und der "Biburger Gruppe". Hier weitere Infos und eine Karte.

(ty) Das Abkoch-Gebot für Trinkwasser, das – wie berichtet – am gestrigen Donnerstag, 1. Oktober, für Teile des Kreises Pfaffenhofen erlassen worden war, "gilt voraussichtlich bis mindestens Mitte nächster Woche weiter". Das wurde heute vom Gesundheitsamt nach Abstimmung mit dem bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel-Sicherheit (LGL) mitgeteilt. Betroffen sind den Angaben zufolge nach wie vor die bereits genannten Gebiete, die auch aus der unten stehenden – vom Landratsamt veröffentlichten – Karte hervorgehen. Es geht demnach um Teile der Versorgungs-Gebiete der "Ilmtal-Gruppe" und der "Waaler Gruppe" sowie der "Biburger Gruppe".

Im Zuge von Trinkwasser-Untersuchungen der Wasser-Versorgung der "Ilmtal-Gruppe" waren laut Landratsamt im Hochbehälter "geringfügige bakterielle Verunreinigungen mit coliformen Bakterien und intestinalen Enterokokken" festgestellt worden. Deshalb sei am gestrigen Donnerstag "vorsorglich ein sofortiges Abkoch-Gebot erlassen" worden. Diese Abkoch-Anordnung sei eine Sicherheits-Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung. Coliforme und intestinale Enterokokken selbst gelten laut Angaben der Behörde als "fakultativ pathogen". Das heiße, "dass sie in der Regel bei gesunden Menschen keine Infektionen auslösen".

"Der Nachweis coliformer Bakterien und intestinaler Enterokokken stellt immer eine unerwünschte Belastung des Trinkwassers dar", erklärte das Landratsamt bereits in einer gestern zum Thema veröffentlichten Presse-Information. Diese Keime werden den Angaben zufolge als so genannte Indikator-Keime im Trinkwasser untersucht. Sie fänden sich häufig in Ausscheidungen von Warmblütern wie etwa Mensch und Rind, aber auch in Insekten beziehungsweise Schnecken. Diese Keime könnten somit ein Indikator für eine fäkale Verunreinigung, aber auch für eine Verunreinigung nicht-fäkaler Herkunft sein.

Diese vom Landratsamt herausgegebene Karte veranschaulicht das gesamte vom Abkoch-Gebot betroffene Gebiet.

"Als denkbare Ursache stehen Insekten in einem Hochbehälter der Aufbereitungs-Anlage in Verdacht", wurde am heutigen Freitag aus dem Landratsamt gemeldet. "Insekten können durchaus Träger coliformer Bakterien sein und gerade Insekten-Weibchen könnten die Behälter als Rückzugsort genutzt haben." Reinigungs-Maßnahmen seien bereits in Umsetzung. "Begleitend hierzu erfolgen weiter engmaschige Untersuchungen innerhalb der Wasser-Versorgung", wird betont. Da die Reinigungs-Maßnahmen einige Zeit in Anspruch nähmen, gelte das Abkoch-Gebot weiterhin. Bei weiteren Fragen könnten sich die Bürger per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an die Wasser-Versorgung der "Ilmtal-Gruppe" wenden.

Behördliche Hinweise zum Abkoch-Gebot:

  • "Lassen Sie das Wasser einmalig sprudelnd Aufkochen und dann langsam über mindestens zehn Minuten abkühlen.
  • Die Verwendung eines Wasserkochers ist aus praktischen Gründen zu empfehlen.
  • Nehmen Sie für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden ausschließlich abgekochtes Leitungswasser.
  • Sie können das Leitungswasser für die Toiletten-Spülung und andere Zwecke ohne Einschränkungen nutzen.
  • Körperpflege kann mit nicht abgekochtem Wasser erfolgen, sofern darauf geachtet wird, dass das Wasser nicht getrunken wird beziehungsweise auf offene Wunden gelangt." 

Auf der Internet-Seite des Kreises Pfaffenhofen wurden außerdem Antworten auf weitere wichtige Fragen zum Thema zusammengefasst; hier der direkte Link.

Erstmeldung zum Thema:

Amtliches Abkoch-Gebot für Trinkwasser in Teilen des Kreises Pfaffenhofen erlassen


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