Gegen 13.30 Uhr wurden gestern die Einsatzkräfte alarmiert, erst gegen 21.30 Uhr waren alle drei Spuren in Richtung Nürnberg wieder befahrbar.
(ty) Ein gegen 13.30 Uhr im Bereich von Denkendorf in Vollbrand geratener Lkw-Anhänger hat am gestrigen Donnerstag den Verkehr auf der A9 in Richtung Norden zum Erliegen gebracht. Wegen der umfangreichen Lösch-, Bergungs- und Reinigungs-Arbeiten war die Autobahn zeitweise vollständig gesperrt. An der Anschlussstelle Lenting wurde der Verkehr ausgeleitet. "Es kam zu erheblichen Verkehrs-Behinderungen, die bis in die späten Abendstunden andauerten", so die Polizei. Gegen 18.30 Uhr habe die linke Spur wieder freigegeben werden können. Erst gegen 21.30 Uhr seien alle drei Spuren in Richtung Nürnberg wieder befahrbar gewesen.
Laut Polizei war ein 37-jähriger Berufskraftfahrer aus der Ukraine mit seinem Lastwagen-Gespann auf der A9 in Richtung Nürnberg unterwegs, als er kurz vor der Anschlussstelle Denkendorf über seinen linken Außenspiegel eine Rauch-Entwicklung am Anhänger bemerkte. "Zudem machten aufmerksame Verkehrsteilnehmer den Lkw-Fahrer durch wiederholte akustische und optische Warnsignale mittels Hupe und Lichthupe auf den bereits teilweise in Flammen stehenden Anhänger aufmerksam", erklärt die Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt. "Daraufhin stoppte der Fahrer sein Gespann auf dem Ausfädelungs-Streifen der Anschlussstelle Denkendorf."
Dort gelang es dem 37-Jährigen den Angaben zufolge noch, das Zugfahrzeug vom Anhänger zu trennen und mit dem Lkw ein Stück vorzufahren. Von den wenig später eingetroffenen Feuerwehrleuten aus Lenting, Stammham und Hepberg sei mit den umfangreichen Lösch-Maßnahmen begonnen worden. Der Anhänger sei mit gepresstem Altpapier in so genannten Big-Packs beladen gewesen. Die Lösch-Arbeiten zogen sich laut Polizei über mehrere Stunden hin. Auch das Technische Hilfswerk (THW) sowie die Autobahn-Meistereien aus Ingolstadt und Greding seien im Einsatz gewesen.
Verletzt worden sei durch den Brand niemand. Das Zugfahrzeug blieb laut Polizei unbeschädigt, der Anhänger brannte hingegen vollständig aus. Der an dem Anhänger entstandene Sachschaden wurde nach ersten Einschätzungen in einer Größenordnung von 15 000 Euro angesiedelt. Darüber hinaus seien zwei Leitplankenteile beschädigt und die Fahrbahn-Oberfläche durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Brand-Ursache sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen.





