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Linienbus geriet gestern in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem Reisebus, in dem sich zwei Schulklassen befanden. Bub (7) starb noch vor Ort, zahlreiche teils schwer Verletzte. Was bislang offiziell bekannt ist.

(ty) Nach dem Zusammenstoß zwischen zwei Omnibussen im Gemeinde-Gebiet von Hebertshausen (Kreis Dachau), der – wie berichtet – am frühen gestrigen Nachmittag ein Menschenleben gefordert hat, liegen jetzt weitere offizielle Informationen vor. Wie die örtlich zuständige Polizeiinspektion aus Dachau am heutigen Donnerstag bekannt gegeben hat, starb ein sieben Jahre alter Schüler noch am Unglücksort. Fünf weitere Kinder und eine Lehrkraft seien jeweils schwer verletzt worden. Die beiden Busfahrer sowie mehrere Schüler seien jeweils leicht verletzt worden. Wir fassen nachfolgend zusammen, was bislang bekannt ist.

Das Unglück geschah gegen 12.30 Uhr auf der Staatsstraße 2339 zwischen Ottershausen und Ampermoching. Aktuellen Erkenntnissen der Polizei zufolge geriet der Linienbus, der von einem 31-Jährigen aus dem Kreis Dachau gesteuert wurde, im Kurven-Bereich – von Haimhausen her kommend – in den Gegenverkehr. Dabei sei es zur Kollision mit einem entgegenkommenden Reisebus gekommen, der mit 30 Schulkindern sowie zwei Lehrkräften besetzt gewesen sei. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord bereits erklärt hatte, handelt es sich um Buben und Mädchen aus zwei zweiten Klassen von der Grundschule in Haimhausen (Kreis Dachau). In dem Linienbus befanden sich laut Polizei zum Unglücks-Zeitpunkt neben dem Fahrer noch zwei Passagiere.

Nach der Kollision habe der Linienbus die rechte Leitplanke touchiert, ehe er einige Meter weiter auf der Straße zum Stehen gekommen sei. Infolge des Zusammenstoßes sei ein sieben Jahre alter Schüler seinen erlittenen Verletzungen noch an der Unfallstelle erlegen. Fünf weitere Schulkinder sowie eine Lehrkraft seien jeweils schwer verletzt worden; sie seien – zum Teil von Rettungs-Hubschraubern – in nahe gelegene Kliniken gebracht worden. "Mehrere weitere Schüler wurden leicht verletzt, konnten jedoch vor Ort an die Eltern übergeben werden", wurde am heutigen Donnerstag weiter gemeldet. Auch die beiden Omnibus-Lenker seien jeweils leicht verletzt worden.

Fünf Hubschrauber im Einsatz

Gestern gegen 17.30 Uhr hatte das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord in einer Presse-Mitteilung bezüglich der bei dem Unfall-Geschehen verunglückten Personen wörtlich folgendes mitgeteilt: "Hierbei wurde nach bisherigem Stand ein Kind getötet. Zwei weitere Kinder sowie eine Lehrerin wurden mit schwersten Verletzungen in umliegende Kliniken eingeliefert. Zwei mittelschwer verletzte Kinder sowie 28 leichtverletzte Personen, darunter die beiden Busfahrer, wurden ebenfalls medizinisch versorgt." Neben einer Vielzahl von Rettungs-Fahrzeugen seien auch insgesamt fünf Hubschrauber im Einsatz gewesen.

Ermittlungen dauern wohl Wochen

"Die genauen Hintergründe sowie unfallursächliche Faktoren sind Gegenstand aktueller Ermittlungen, wobei derzeit in alle Richtungen ermittelt wird", erklärte heute die Polizeiinspektion aus Dachau. Von der Staatsanwaltschaft sei ein Gutachter beauftragt worden, der noch an der Unglücksstelle erste Maßnahmen zur Klärung des Sachverhalts getroffen haben. "Die Ermittlungen werden voraussichtlich – auch aufgrund der Vielzahl von Beteiligten und Zeugen sowie der Erstellungszeit des unfall-analytischen Gutachtens – noch mehrere Wochen andauern", so eine Polizei-Sprecherin. Sollten sich im Laufe der Ermittlungen wesentliche neue Erkenntnisse ergeben, werde man in Absprache mit der Staatsanwaltschaft nachberichten.

Bei der Unfallstelle handele es sich um einen Kurven-Bereich, der laut der vorliegenden Verkehrsunfall-Statistik nicht als Unfall-Schwerpunkt gelte. In dem betroffenen Bereich, der außerhalb geschlossener Ortschaften liege, gelte in beiden Richtungen eine Geschwindigkeits-Beschränkung auf 60 Kilometer pro Stunde. Derzeit liegen nach Angaben der Polizei keine Hinweise darauf vor, dass überhöhtes Tempo zu dem Unfall-Geschehen beigetragen hatte. Der an den beiden Omnibussen sowie an den Verkehrs-Anlagen insgesamt entstandenen Sachschaden wurde von der Polizei im unteren sechsstelligen Euro-Bereich angesiedelt. 

Zur Bewältigung dieser Einsatzlage sei ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften vor Ort gewesen. Zur Erstellung von Übersichts-Aufnahmen sei auch eine Drohne verwendet worden. Während der polizeilichen Unfall-Aufnahme und wegen der Bergungs-Maßnahmen sei die Unglücksstelle bis in die Abendstunden weiträumig abgesperrt gewesen. Im Bereich rund um die Unfallstelle sei es deshalb zu erheblichen Verkehrs-Beeinträchtigungen gekommen.

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