Es geht darum, die Gemeinde besser auf die Folgen von Starkregen-Ereignissen vorzubereiten sowie mögliche Schäden für Menschen, Umwelt, Gebäude und Infrastruktur zu minimieren.
(ty) Der Stadtrat von Pfaffenhofen an der Ilm hat in seiner Sitzung am gestrigen Donnerstag die Erstellung eines so genannten kommunalen Sturzflut-Management-Konzepts beschlossen. Ziel dieser Maßnahme ist es laut heutiger Mitteilung aus dem Rathaus, die Gemeinde besser auf die Folgen von Starkregen-Ereignissen vorzubereiten sowie mögliche Schäden für Menschen, Umwelt, Gebäude und Infrastruktur zu minimieren.
"Das Sturzflut-Management ist eine Ergänzung zum staatlichen Hochwasserschutz", erklärt die Stadtverwaltung. "Grundlage werden unter anderem Untersuchungen darüber sein, wie sich Niederschlags-Wasser bei Starkregen-Ereignissen im Gemeinde-Gebiet ausbreitet und welche Bereiche besonders gefährdet sind", heißt es weiter. Ein kommunales Sturzflut-Risiko-Management verfolge das Ziel, potenzielle Überflutungs-Flächen zu identifizieren und darauf aufbauend geeignete Vorsorge- und Schutzmaßnahmen zu entwickeln.
Dabei stünden insbesondere die Überflutungs-Vorsorge für öffentliche Bereiche und kritische Infrastrukturen, eine wasser- und klimasensible Siedlungs-Entwicklung sowie die Stärkung der Eigenvorsorge von Bürgerinnen und Bürgern im Mittelpunkt. "Auch wenn es keinen vollständigen Schutz vor potentiell möglichen Überflutungs-Ereignissen geben kann, sollen auf Grundlage des Konzepts Maßnahmen identifiziert werden, die dazu beitragen, Schäden durch Sturzfluten künftig zu reduzieren", so die Stadtverwaltung.
Eine exakte Gesamt-Kosten-Einschätzung im Vorfeld stelle sich trotz Abstimmung mit Wasserwirtschaftsamt und mehreren Büros als schwierig dar. Bei einer genannten Bandbreite von 150 000 Euro bis 300 000 Euro gehe man von um die 200 000 Euro aus, nachdem insbesondere für die Bereiche Sulzbach, Streitdorf, Uttenhofen und Göbelsbach bereits einige Berechnungen vorlägen beziehungsweise in Arbeit seien. Der Freistaat fördere die Aufstellung von Konzepten zum kommunalen Sturzflut-Risiko-Management mit 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben – maximal 300 000 Euro je Vorhaben.





