Als Grund werden "weiterhin drastisch steigende Kosten" genannt. "Nacht-Karte" und "Job-Ticket Premium" fallen weg.
(ty) Der "Verkehrs-Verbund Großraum Ingolstadt" (VGI) hat heute noch einmal auf die bevorstehende Preis-Steigerung hingewiesen. Wie berichtet, hatte die Zweckverbands-Versammlung im April eine neuerliche Tarif-Anpassung beschlossen, die nun ab 1. August greift. Als Grund werden "weiterhin drastisch steigende Kosten" genannt. Die Erhöhung des VGI-Tarifs um 4,9 Prozent erfolgt den Angaben zufolge linear in allen Tarif-Stufen unter Berücksichtigung von "Glättungs-Effekten". Das heißt: "Die Preise werden so gestaltet, dass sich gerade Euro- und Cent-Beträge ergeben, um im Fahrer-Verkauf und Vorverkauf anwendbare Preise verwenden zu können."
Ein günstiges Angebot ist laut aktueller Mitteilung des VGI nach wie vor das so genannte 365-Euro-Ticket für die größte Kunden-Gruppe der Schülerinnen und Schüler. "Auch sehr viele weitere Fahrgäste können trotz der Tarif-Anpassung günstig den ÖPNV nutzen, zum Beispiel mit dem Deutschland-Ticket", betont VGI-Chef Robert Frank und fügt hinzu: "Vor allem für Fahrgäste, die eher selten mit dem Bus fahren, ist die Fairtiq-App ein interessantes Angebot: Die einfachste Fahrkarte für Reisende berechnet schließlich immer den günstigsten Preis."
"Entscheidend für die Akzeptanz des VGI-Tarifs durch die Verkehrs-Unternehmen ist die Auskömmlichkeit des Tarifs, vor allem im Hinblick auf die von Bundes- und Landesregierung eingeführten Tarif-Angebote wie das Deutschland-Ticket, das bayerische Ermäßigungs-Ticket für Studierende und Auszubildende sowie das 365-Euro-Ticket", erklärt der "Verkehrs-Verbund Großraum Ingolstadt". Hier werde der Preis für den Endkunden vorgegeben und die Differenz zum jeweils gültigen Referenz-Tarif als Ausgleichs-Leistung gezahlt. Daneben müsse der VGI-Tarif attraktiv für den Fahrgast bleiben und die Kosten für den Vertrieb der Tickets in einem ausgewogenen Verhältnis zum Absatz stehen.
Die nun bevorstehende Tarif-Anpassung enthalte außerdem Anpassungen im VGI-Sortiment, wie heute ebenfalls bestätigt wurde. Diese Maßnahmen werden – so war bereits im Mai dazu dargelegt worden – getroffen, "da die Kunden-Nachfrage bei drei Ticket-Arten stark rückläufig ist und zudem eine Einsparung bei den Vertriebs-Kosten erreicht werden kann". Dazu führte der VGI heute noch einmal konkret aus:
- "Die Nachtkarte entfällt."
- "Die Partner-Tageskarte wird in Gruppen-Karte umbenannt"
- "Das Jobticket Premium für Bus und Bahnnutzung entfällt (ausgestellte Jobtickets Premium sind weiterhin gültig)."
Fahrkarten nach dem alten Tarif verlieren laut VGI zum 31. August ihre Gültigkeit. Diese Tickets könnten innerhalb von sechs Monaten nach Inkraft-Treten der Tarif-Änderung gegen Anrechnung des Restwertes im VGI-Kunden-Center in der Mauthstraße 4 in Ingolstadt umgetauscht oder der Restwert erstattet werden. Bei der Erstattung des Restwertes werde eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von zwei Euro erhoben. "Jahreskarten und Jobtickets bleiben bis zum aufgedruckten Gültigkeits-Datum gültig", heißt es weiter. "Fahrkarten nach dem alten Tarif können nach dem 31. Januar 2027 nicht mehr zurückgegeben oder umgetauscht werden."
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