In Bayern wird Ingolstadt nur von Erlangen übertroffen. Deutlicher Abstand zu den Kreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt.
(ty) Im vergangenen Jahr hat das mittlere Einkommen in der Region 10 erneut über dem des Vorjahres gelegen. Das teilte die Agentur für Arbeit in Ingolstadt mit. Den Angaben zufolge lag dabei der Durchschnitts-Verdienst in der Stadt Ingolstadt mit 5937 Euro am höchsten, gefolgt vom Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm mit 4342 Euro, dem Kreis Neuburg-Schrobenhausen mit 4176 Euro und dem Kreis Eichstätt mit 4115 Euro. "Ursächlich für die Steigerungen sind in erster Linie die zurückliegenden Tarif-Abschlüsse", erklärt die Behörde.
Laut Agentur für Arbeit zeigt sich, dass die Qualifikation der Beschäftigten den bei Weitem höchsten Einfluss auf das erzielte Einkommen hat. Während in der Region 10 mit einem anerkannten Berufs-Abschluss ein durchschnittlicher Verdienst von bis zu über 5400 Euro im Monat erreicht werde, liege das maximal mögliche Einkommen im Helfer-Bereich bei zirka 3000 Euro. "Eine Berufs-Ausbildung bietet nicht nur bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch die Grundlage für eine deutlich bessere Entlohnung", fasst Johannes Kolb, der Leiter der Agentur für Arbeit in Ingolstadt, zusammen.
Regional bestehen laut weiterer Mitteilung in Bayern nach wie vor große Lohn-Unterschiede. Während den Angaben der Behörde zufolge in Erlangen (6083 Euro), Ingolstadt (5937 Euro) und München (5600 Euro) die höchsten Durchschnitts-Löhne gezahlt werden, liegen die Landkreise Hof (3464 Euro), Coburg (3470 Euro) und Kronach (3494 Euro) auf den letzten Plätzen im Freistaat. "Gründe für die Lohn-Unterschiede sind vor allem die regionalen Wirtschafts-Branchen und Betriebs-Größen", erklärt die Agentur für Arbeit in Ingolstadt. Große, oftmals tarifgebundene, Betriebe zahlen zumeist höhere Löhne."
"Nach wie vor verdienen Männer in vielen Bereichen mehr pro Monat als Frauen", heißt es weiter. Das Median-Gehalt der Frauen liege in den Landkreisen im Schnitt um 500 bis 600 Euro unter dem der Männer. Noch einmal deutlich anders sehe dies in der Stadt Ingolstadt aus; hier erzielten Männer ein um bis zu 1800 Euro höheres Durchschnitts-Einkommen als Frauen. Entscheidend bei diesem so genannten Gender-Pay-Gap seien verschiedene Berufsfelder und Branchen-Schwerpunkte von Frauen und Männern. "Die Unterschiede haben sich gegenüber den Vorjahren kaum verändert", so die Arbeitsagentur.
Mit der Veröffentlichung der neuesten Zahlen sei auch der Entgelt-Atlas der Bundesagentur für Arbeit entsprechend aktualisiert worden; dieser ist unter diesem Link zu finden. Dort könnten die Entgelte für alle Berufe abgerufen werden, erklärt die Behörde aus Ingolstadt. Ausführliche Informationen zu den Brutto-Arbeitsentgelten finden sich auf der Statistik-Seite der Bundesagentur für Arbeit. Diese ist im Internet unter diesem Link erreichbar.





