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Ausgestattet mit einem Entdecker-Bogen, geht es für die Sprösslinge auf eigene Faust durch die Burg, um so einiges über das Leben im Mittelalter zu erfahren.

(ty) Eine spannende Veranstaltung für Kinder auf Burg Prunn bei Riedenburg im Altmühltal bietet am kommenden Donnerstagnachmittag, 6. August, nach eigenem Bekunden die bayerische Schlösser-Verwaltung in Kooperation mit dem Stadtjugendring von Ingolstadt an. Unter dem Titel "Ritterleben auf Burg Prunn" seien interessierte Buben und Mädchen dazu eingeladen, das Bauwerk zu erkunden. Nachfolgend weitere Informationen zu diesem Ferienprogramm-Angebot sowie zur erforderlichen Anmeldung.

"Ausgestattet mit einem Entdecker-Bogen, geht es auf eigene Faust durch die Burg", heißt es in der Ankündigung. "Die kleinen Gäste können dabei so einiges über das Leben im Mittelalter erfahren – etwa, wo die Ritter gefeiert haben, was ein Ritter im Turnier getragen hat, wie die Burg verteidigt wurde und wie eine Toilette vor 800 Jahren ausgesehen hat." An einer Aktiv-Station könne man das Schreiben mit dem Federkiel ausprobieren – "und auch sonst wartet noch die ein oder andere kreative Überraschung". Beginn der Ferien-Veranstaltung ist der Ankündigung zufolge um 14 Uhr; Treffpunkt ist an der Kasse.

Die Aktiv-Stationen stünden von 14 Uhr bis 17 Uhr bereit. Für das Programm müsse mit zwei bis drei Stunden gerechnet werden; zuzüglich Pausen. Geöffnet sei die Burg an diesem Tag von 9 Uhr bis 18 Uhr. Die Veranstaltung richte sich an Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren. Eine erwachsene Begleitperson sei erforderlich; kleinere und größere Geschwister könnten gerne mitgebracht werden. Die Teilnahme koste 8,50 Euro pro Kind. Die erforderliche Anmeldung sei unter https://ferienpass.in möglich; hier der direkte Link

Der beeindruckende historische Komplex, der stolz über dem Altmühltal thront, gilt als Idealbild einer Ritterburg und als eine der am besten erhaltenen Ritterburgen in Deutschland. Die Herren von Prunn waren erstmals anno 1037 urkundlich erwähnt worden. "Vom 11. bis zum 16. Jahrhundert herrschten hier die mächtigen Adelsfamilien der Laaber und Fraunberger", erklärt die bayerische Schlösser-Verwaltung. Der Burgbau selbst, mit dem wuchtigen Bergfried, reiche in die mittelalterliche Blütezeit der Kelheimer Region um 1200 zurück. Unter der Herrschaft der Fraunberger erlebte die Anlage später, ab dem 14. Jahrhundert, seine zweite Ausbau-Phase. Aus dem Spätmittelalter stammen auch die erhaltenen Wandmalereien im ehemaligen Herrschafts-Zimmer.

Interessant ist auch: Diese Burg ist obendrein bekannt als Fundort des so genannten "Prunner Codex". Dieser überliefert in mittelhochdeutscher Sprache das weltberühmte Nibelungenlied. Ein Ausstellungs-Rundgang verbindet die Geschichte der Burg sowie ihrer Bewohnerinnen und Bewohner mit den unterschiedlichen Facetten des Nibelungenlieds. Dabei erfährt man dann auch viel Spannendes zu den Themenbereichen Jagd, Kleidung, Recht und Turnierwesen sowie über einstige Festlichkeiten. Weitere Informationen findet man auf www.burg-prunn.de. Einen virtuellen Rundgang gibt es unter diesem Link 


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