Flammen griffen von Balkon auf Gebäude über. Haus evakuiert, Bewohner vorerst anderweitig untergebracht. Kripo geht von fahrlässiger Brandstiftung aus.
(ty) Beträchtlicher Sachschaden ist am gestrigen Mittwochabend durch ein Feuer an und in einem Mehrfamilienhaus in Nandlstadt (Kreis Freising) entstanden. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord heute berichtet, fanden die Ermittler heraus, dass der Brand auf einem Balkon im ersten Obergeschoss ausgebrochen war. Die Flammen griffen den Angaben zufolge auf die zugehörige Wohnung über, die dann fast komplett ausbrannte. Nach einer heute erfolgten Brandort-Begehung gehe die Kripo von einer fahrlässigen Brandstiftung aus. Hinweise auf vorsätzliche Brandlegung ergaben sich laut Polizei nicht. Ein Bewohner habe eine leichte Rauchgas-Intoxikation erlitten.
Weitere Verletzte seien derzeit nicht bekannt. Da durch die starke Rauch- und Ruß-Entwicklung auch das Innere des an der Freisinger Straße befindlichen Hauses sowie weitere Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen worden seien, sei das Gebäude aktuell nicht bewohnbar, meldet das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord. Den von der Evakuierung betroffenen Personen stelle die Gemeinde für die nächsten Tage eine Unterkunft zur Verfügung. Der zu Buche stehende Sachschaden werde momentan auf mindestens 100 000 Euro geschätzt. Vor Ort gewesen seien mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehren sowie die Polizei und der Rettungsdienst.
"Aufgrund der verschachtelten Bauweise des Wohn- und Geschäftshauses mussten mehrere Wohnungen gewaltsam geöffnet und vollständig kontrolliert werden", erklärt die Kreisbrandinspektion. Durch die erhebliche Rauch-Ausbreitung innerhalb des Gebäudes seien umfangreiche Überdruck-Belüftungs-Maßnahmen notwendig gewesen. Im weiteren Einsatz-Verlauf habe sich herausgestellt, dass sich noch mehrere Katzen im Haus befanden. "Die Einsatzkräfte suchten daraufhin gezielt nach den Tieren und konnten mehrere Katzen aus dem Gebäude retten. Für einige Tiere kam leider jede Hilfe zu spät. Die geretteten Katzen wurden vor Ort versorgt und anschließend an die Polizei übergeben, die deren weitere Unterbringung organisierte."





