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Der Rentner fiel auf eine Lügen-Geschichte um einen angeblich tödlichen Unfall herein und wurde um Gegenstände im Wert von zirka 3000 Euro erleichtert.

(ty) Nach wie vor treiben Kriminelle in der gesamten Region mit so genannten Schock-Anrufen ihr Unwesen, um arglose Menschen um Bargeld und Wertsachen zu bringen – und trotz aller Warnungen haben sie immer wieder Erfolg und kassieren mitunter kräftig ab. Wie die Polizei am heutigen Donnerstag berichtet, ist am Dienstagnachmittag ein 77 Jahre alter Mann aus Mainburg auf eine perfide Lügen-Geschichte von Betrügern hereingefallen und hat schließlich Wertsachen an einen ihm nicht bekannten Mann übergeben. Die örtliche Polizeiinspektion ermittelt und hofft auf Hinweise etwaiger Zeugen.

Den Angaben zufolge hatte der 77 Jahre alte Deutsche gegen 12 Uhr einen Anruf von einem Kriminellen erhalten, der sich als Polizeibeamter ausgab. Dieser habe dem Renter vorgegaukelt, dass dessen Neffe einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Person ums Leben gekommen sei. Um eine Inhaftierung beziehungsweise weitere Konsequenzen für den Neffen zu verhindern, so die Lügen-Geschichte weiter, müsse eine Sicherheits-Summe hinterlegt werden. Gegen 16 Uhr sei es schließlich zur Abholung von Wertgegenständen durch eine bislang nicht identifizierte Person gekommen. Der Beuteschaden werde auf 3000 Euro geschätzt. 

Der Abholer wird als zirka 30 bis 35 Jahre alt beschrieben und soll mit einem weißen Pkw unterwegs gewesen sein. "Weitere verwertbare Hinweise sind nicht vorhanden", meldet die Polizeiinspektion aus Mainburg. Man suche nach Zeugen, die im Bereich der Englbert-Neumayr-Straße etwas beobachtet haben. Sachdienliche Angaben werden unter der Telefonnummer (0 87 51) 86 33 0 entgegengenommen. Die Gesetzeshüter warnen einmal mehr vor dieser Betrugs-Masche und betonen: "Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Behörden-Mitarbeiter fordern am Telefon grundsätzlich keine Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen."

Präventions-Hinweise der Polizei:

  • "Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizei-Notruf-Nummer 110 an! Das machen nur Betrüger.
  • Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Ziehen Sie eine Vertrauens-Person hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
  • ​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!"

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