Feuerwehr-Einsatz am gestrigen Freitag in der Gemeinde Hörgertshausen. Dem Verursacher droht nun ein Bußgeld-Bescheid.
(ty) Trotz der anhaltenden Trockenheit hat ein Rentner laut Polizei am gestrigen Freitag unweit seiner Scheune im Gemeinde-Bereich von Hörgertshausen (Kreis Freising) ein so genanntes Wiedfeuer entfacht. Kurz darauf breiteten sich die Flammen den Angaben zufolge unkontrolliert in alle Richtungen auf einer Fläche von zirka 250 Quadratmetern aus. Die Feuerwehr sei für Lösch-Maßnahmen angerückt. "Der Verursacher muss nun mit einer Ordnungswidrigkeiten-Anzeige rechnen", meldet die örtlich zuständige Polizeiinspektion aus Moosburg an der Isar. Dem Senior droht nun Bußgeld-Bescheid.
"Bereits aus größerer Entfernung war eine deutliche Rauch-Entwicklung wahrnehmbar, die aufgrund der derzeit hohen Brand-Gefahr auch bei Anwohnern für Besorgnis sorgte", berichtet die Freisinger Kreisbrandinspektion. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte habe sich herausgestellt, dass ein Landwirt Grüngut verbrannt und hierzu ein Wiedfeuer entzündet habe. "Besonders kritisch war dies angesichts der aktuellen Witterungs-Verhältnisse", so die Floriansjünger. "Die vergangenen Tage waren ausgesprochen trocken, die Temperaturen lagen am Freitag bei über 30 Grad und für den Landkreis Freising besteht derzeit die zweithöchste Waldbrand-Gefahr mit Gefahren-Stufe 4 von 5."

Der Verursacher zeigte sich laut Kreisbrandinspektion "gegenüber den Einsatzkräften zunächst wenig kooperativ und brachte nur geringes Verständnis für die aufgrund der aktuellen Gefahren-Lage notwendigen Maßnahmen auf". Die Feuerwehr aus Hörgertshausen habe das Feuer vollständig abgelöscht und damit eine mögliche Ausbreitung auf die umliegende, trockene Vegetation verhindert. Anschließend sei der gesamte betroffene Bereich mit Hilfe einer Wärmebild-Kamera bezüglich möglicher Glutnester kontrolliert sowie ausgiebig gewässert worden. Im Einsatz gewesen seien gut 20 Floriansjünger mit zwei Fahrzeugen.
Die Kreisbrandinspektion weist aus gegebenem Anlass eindringlich auf die derzeit hohe Vegetations- und Waldbrand-Gefahr hin und erläutert: "Durch die anhaltende Trockenheit sind Wiesen, Hecken, Waldränder und andere Vegetationsflächen vielerorts stark ausgetrocknet. Unter diesen Bedingungen können bereits Funkenflug oder kleine Glutpartikel ausreichen, damit ein Feuer innerhalb kürzester Zeit auf angrenzende Flächen übergreift. Das Entzünden eines offenen Feuers stellt bei einer derartigen Wetterlage daher ein erhebliches und vermeidbares Risiko dar."





