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In der Diözese, zu der auch Teile des Kreises Pfaffenhofen gehören, soll "ein klares Zeichen für die Erneuerung und den Wandel kirchlicher Kultur" gesetzt werden.

(ty/pba) In der Diözese Augsburg, zu der auch Teile des Landkreises Pfaffenhofen gehören, soll nach Angaben der Bistums-Verwaltung "ein klares Zeichen für die Erneuerung und den Wandel kirchlicher Kultur" gesetzt werden. Zum Oktober ruft das Synodal-Team gemeinsam mit Bischof Bertram Meier das neue Projekt "Fünf Wochen synodale Haltungen einüben" ins Leben. Alle Haupt- und Ehrenamtlichen in der Seelsorge, den Räten, Verbänden und Ordens-Gemeinschaften sowie Mitarbeitende im bischöflichen Ordinariat seien zur aktiven Teilnahme eingeladen. Ziel der Initiative sei es, "die Beschlüsse der Weltsynode lebendig in den Alltag des Bistums zu integrieren".

In der Praxis bedeute das konkret: Ab Montag, 5. Oktober, und bis 7. November werde jeweils am Montag und Donnerstag eine konkrete "Synodale Haltung" – wie beispielsweise "Freimütig reden" oder "Gemeinschaft pflegen" – auf der Homepage der Diözese veröffentlicht (hier der direkte Link). Die Impulse seien bewusst kurzgehalten, um eine schnelle Umsetzung im täglichen Leben und in kirchlichen Gremien zu ermöglichen. "Teilen Sie den Link zu den Impulsen in Ihren Pfarreien, Verbänden, Ordens-Gemeinschaften, Fachbereichen und kirchlichen Einrichtungen", heißt es in einem von Bischof Meier unterzeichneten Begleitschreiben. Ergänzend gebe es digitale Arbeits-Materialien wie einen "Fächer", der für Sitzungen oder bei anderen Gelegenheiten verwendet werden könne.

Im Anschluss an die Aktions-Wochen lädt das Bistum den Angaben zufolge am Donnerstag, 12. November, von 19 bis 20.30 Uhr zu einem ersten digitalen Lesekreis ein. Im Mittelpunkt stehe das Abschluss-Dokument der römischen Generalversammlung 2024 ("Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung"). Dieses gelte es näher kennenzulernen, sich darüber auszutauschen und nach Umsetzungs-Möglichkeiten für den Alltag zu fragen. Die Folgetermine sollen beim ersten Treffen gemeinsam mit der Gruppe vereinbart werden. Es werde um eine formlose Anmeldung bis Freitag, 23. Oktober, per E-Mail an die Geschäftsstelle des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Augsburg gebeten; die Adresse laute: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die aktuelle Phase versteht der Bischof als wichtigen Wegabschnitt in der Umsetzung für die Anregungen des Abschluss-Dokuments: Die gesammelten Erfahrungen der kommenden Wochen sollen im nächsten Jahr auf nationaler und internationaler Ebene zusammengetragen und ausgewertet werden, um danach direkt in die große Kirchen-Versammlung einfließen, die für das Jahr 2028 geplant ist. "Wir wollen die Zeit also nutzen und das uns Mögliche tun, um Synodalität in allen Bereichen und auf allen Ebenen unseres Bistums zu befördern. Sie beginnt immer bei uns persönlich", betont er in seinem Aufruf und bittet alle Gläubigen um ihre Unterstützung, den synodalen Weg im Bistum gemeinsam weiterzugehen.

Das Synodal-Team der Diözese Augsburg hat mit Abschluss des ersten Halbjahrs erstmals Rechenschaft über seine Arbeitsweise, durchgeführte Multiplikatoren-Treffen und die weiteren Schritte abgelegt. Den Rechenschafts-Bericht des von Bischof Meier berufenen und geleiteten 15-köpfigen Gremiums, das als Impulsgeber in die Fläche wirken soll, gibt es auf der Internet-Seite des Bistums Augsburg unter diesem direkte Link. "Begegnungen für den Herbst wurden bereits terminiert und werden Ende Dezember in einem zweiten Rechenschafts-Bericht benannt", teilte die Diözesan-Verwaltung weiter mit.

Alle Mitglieder des Synodal-Teams fungieren den Angaben zufolge auch einzeln als Ansprech-Personen für das Thema Synodalität und führen in Untergruppen beziehungsweise als Referenten Multiplikatoren-Schulungen durch. Eine zentrale Rolle spiele dabei die "Synodale Übung", auch "Gespräch im Heiligen Geist" ("Conversatio in Spiritu") genannt. Als ökumenischer Beobachter im Sinne des Schluss-Dokuments der Bischofs-Synode (2024) fungiere dabei Georgios Vlantis aus dem Ökumene-Referat. "Die Untergruppen treffen sich zum Teil relativ häufig (oft auch vernetzt mit anderen Kleingruppen) um verschiedene Anregungen und Projekte auf den Weg zu bringen, die für Herbst geplant sind."

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