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Christian Schuster (40) geht diesmal nur 1,5 Stunden später auch noch beim offiziellen Stadtlauf an den Start. Der Erzieher hofft wieder auf viele Begleiter.

(ty) Es ist das fünfte und höchstwahrscheinlich auch das letzte Mal, dass er sich dieser körperlichen sowie mentalen Herausforderung stellt: 24 Stunden lang will Christian Schuster zwischen Samstag, 17. Oktober, 11.30 Uhr, und Sonntag, 18. Oktober, 11.30 Uhr, auf der Strecke des Pfaffenhofener Stadtlaufs seine Runden drehen und seine Mission fortsetzen, Werbung für Ausdauersport und Bewegung überhaupt zu machen. Diesmal setzt der durch zahlreiche Extrem-Wettbewerbe gestählte Erzieher aus der Kreisstadt sogar noch eins drauf: Nur eineinhalb Stunden nach seinem geplanten Ziel-Einlauf möchte er nach der 24-Stunden-Aktion zusätzlich auf der Fünf-Kilometer-Distanz des Stadtlaufs an den Start gehen und dort sein Bestes geben, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung verrät.

Es sei für ihn so etwas wie ein "Selbst-Experiment", sagt Schuster. "Mal sehen, wie es mir nach dem 24-Stunden-Lauf geht und was meine Beine dann noch hergeben." Dass er solche extremen Belastungen bewältigen kann, hat der 40-Jährige schon häufig unter Beweis gestellt. Zuletzt Mitte September in München, wo er bei einem Sechs-Stunden-Lauf auf herausragende 58 Kilometer kam. Und das, obwohl er zuvor nach einem Bänder-Anriss im Sprunggelenk, den er sich bei einer Wander-Tour zugezogen hatte, eine fünfwöchige Trainings-Pause hatte einlegen müssen. Kurz davor kämpfte sich Schuster durch einen für ihn unvergesslichen Wettbewerb namens "Drei Hills, drei Kings" im Bayerischen Wald, bei dem es 168 Kilometer und 6300 Höhenmeter zu bewältigen galt.

"Das war mit Abstand das Härteste, was ich in meinem Leben gemacht habe", erzählt der Pfaffenhofener. Die ersten 100 Kilometer habe er ziemlich locker abgespult, doch für die restliche Strecke habe er wirklich alles aus sich herausholen müssen. Das habe auch daran gelegen, dass die Verpflegung auch nach Meinung anderer Teilnehmer "ein Desaster" gewesen sei. Zu dem ständigen Hunger-Gefühl sei auch noch Atemnot gekommen. "Ich war kurz davor aufzugeben", berichtet Schuster. Nach 30 Stunden und 39 Minuten habe er dann als Elfter von 19 Finishern – 57 Sportler waren angetreten – das Ziel durchlaufen.

So hart dürfte ihn der nun anstehende 24-Stunden-Lauf in Pfaffenhofen nicht fordern, zumal er sich vorgenommen hat, in den Nachtstunden auch zu gehen. Zudem kommt es ihm überhaupt nicht darauf an, möglichst viele Kilometer zu sammeln. Viel wichtiger sei ihm die Zahl seiner Begleiter, sagt Schuster. Wie schon in den Vorjahren hofft er auch heuer wieder darauf, dass sich zahlreiche Läuferinnen und Läufer, egal welchen Alters, ihm anschließen und je nach Lust und Kondition einen Teil der Strecke mitlaufen. Denn sein Ziel sei es, Menschen für den Sport zu begeistern und ihnen zu vermitteln, wie schön und gesund Bewegung in der Natur sein kann.

Ein bisschen Eigennutz ist aber auch dabei. "Besonders in der Nacht bin ich dankbar für jeden Begleiter", sagt der 40-Jährige. "In der Dunkelheit alleine zu laufen, kostet viel Kraft, vor allem mental." Da sei viel Willenskraft gefragt. Als kleine Motivation zum Mitmachen hat Christian Schuster nach eigenem Bekunden mit dem Eiscafé "Da Claudio" einen Deal gemacht. Wer ein Stück mit ihm laufe, bekomme dort nach der körperlichen Anstrengung am Samstag, 17. Oktober, und Sonntag, 18. Oktober, die Eiskugel zum verbilligten Preis von 1,40 Euro.

Infos zum diesjährigen Stadtlauf in Pfaffenhofen gibt es unter diesem Link.


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