Er tritt die Nachfolge von Ralf Zarth an, der die zentrale Notaufnahme seit 2024 geführt sowie die Klinik für Akut- und Notfall-Medizin als eigene, spezialisierte Fachabteilung aufgebaut hat.
(ty) Andreas Harrieder hat zum Anfang dieses Monats die ärztliche Leitung der Akut- und Notfall-Medizin an der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen übernommen und ist damit künftig auch Chefarzt der Notaufnahme. Der 46-Jährige ist in dem Krankenhaus kein Unbekannter; bereits seit 2012 ist sein beruflicher Werdegang eng mit der Ilmtalklinik-GmbH verknüpft. Harrieder übernehme die Position von Ralf Zarth, der die zentrale Notaufnahme seit 2024 als Chefarzt geführt sowie die Klinik für Akut- und Notfall-Medizin als eigene, spezialisierte Fachabteilung aufgebaut habe, heißt es aus der Krankenhaus-Gesellschaft. Zarth werde seinem Kollegen noch einige Zeit in vermindertem Zeitumfang unterstützend zur Seite stehen und freue sich auf die Zusammenarbeit.
Harrieder, gebürtiger Mainburger, interessierte sich bereits in seiner Jugend für die Medizin. Nach seinem Zivildienst beim BRK-Kreisverband von Kelheim war er eine Zeit lang als Disponent in der Rettungs-Leitstelle in Landshut und als Rettungsschwimmer in Mainburg tätig. Anschließend absolvierte er sein Medizin-Studium an der LMU München und erlangte 2011 seine Approbation als Arzt. Von 2012 bis 2019 arbeitete er als Assistenz-Arzt in Weiterbildung in der Allgemein-Chirurgie der Ilmtalklinik. Während dieser Zeit erlangte seine Anerkennung als Facharzt der Allgemein-Chirurgie sowie die Zusatz-Bezeichnung Notfall-Medizin.
Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Funktions-Oberarzt wurde er schließlich zum ärztlichen Leiter der Notaufnahme im Krankenhaus in Mainburg ernannt, das neben dem Krankenhaus in Pfaffenhofen zur Ilmtalklinik-GmbH gehört. Um seine Weiterbildung in der klinischen Akut- und Notfall-Medizin zu absolvieren, wechselte Harrieder Anfang des Jahres 2024 nach knapp zwölfjähriger ärztlicher Tätigkeit an der Ilmtalklinik in das Klinikum nach Ingolstadt. Dort arbeitete er als Oberarzt im Leitungs-Team einer der größten interdisziplinären Notaufnahmen in Bayern.
So konnte er sich neben der Chirurgie vor allem auch im internistischen Fachgebiet sowie in der Schockraum-Versorgung intensiv weiterbilden. Im Juni dieses Jahres schloss Harrieder seine Weiterbildung erfolgreich ab und erlangte die Zusatz-Bezeichnung für klinische Akut- und Notfall-Medizin. Die Rückkehr an die Ilmtalklinik ist für ihn nun eine Herzensangelegenheit: "Nach knapp zwölf Jahren an der Ilmtalklinik freue ich mich umso mehr, jetzt wieder zurückkehren zu können", sagt er.
"Die Ilmtalklinik ist ein wichtiger Versorger in der Region und ich bringe meine Erfahrungen, die ich während meiner Weiterbildung sammeln konnte, gerne in die Weiterentwicklung der zentralen Notaufnahme ein", so Harrieder weiter. "Die derzeitigen politischen Umstände und die Gesetzgebung sind keine leichte Ausgangs-Situation für Krankenhäuser", weiß er. "Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass man mit einer kollegialen und interdisziplinären Zusammenarbeit die Notfall-Versorgung in der Region zukunftsfähig aufstellen kann."
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