Logo
Anzeige
Anzeige

Arbeitslosen-Quote wie vor einem Jahr bei 2,9 Prozent. Für Ingolstadt werden 5,2 Prozent gemeldet, für die gesamte Region 3,7 Prozent. 

(ty) "Trotz der widrigen Witterungs-Verhältnisse ging im Februar die Arbeitslosigkeit in unserer Region leicht zurück. Dennoch ist eine erste Frühjahr-Belebung nicht erkennbar", erklärt Astrid Kutz, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit in Ingolstadt, zur jüngsten Entwicklung in der Region 10 – also in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie in der Stadt Ingolstadt. Trotz beachtlicher Dynamik – 2719 Personen meldeten sich im zu Ende gehenden Februar neu oder erneut arbeitslos, 2828 beendeten ihre Arbeitslosigkeit – verhindern laut Kutz neben saisonalen Einflüssen vor allem die anhaltende Konjunktur-Schwäche, die strukturellen Probleme und die globalen Unsicherheiten eine durchgreifende Besserung.

Um 124 auf nunmehr 11 015 ging laut heutiger Mitteilung in der Region 10 die Zahl der Arbeitslosen im Februar zurück. Im Vorjahres-Monat waren es noch 9924 Arbeitslose. Die Arbeitslosen-Quote für die gesamte Region beträgt unverändert 3,7 Prozent. Vor Jahresfrist lag sie bei 3,3 Prozent. Interessant nach Angaben der Behörde, dass sich der leichte Rückgang auf alle drei Landkreise Eichstätt (minus 28), Neuburg-Schrobenhausen (minus 49) und Pfaffenhofen (minus 67) verteilt, während im Stadtgebiet von Ingolstadt die Arbeitslosigkeit um 20 Personen zunahm.

Wenig erfreulich sei, dass aktuell vor allem der Personenkreis der Unter-25-Jährigen besonders von Arbeitslosigkeit betroffen sei. "Insgesamt 1300 jüngere Menschen, 334 beziehungsweise knapp 35 Prozent mehr als noch im Februar 2025, sind auf Beschäftigungs-Suche", heißt es dazu. "In wirtschaftlich kriselnden Zeiten sind die Unternehmen mit Neueinstellungen zurückhaltender und binden eher erfahrene, gut ausgebildete Fachkräfte", erklärt Kutz. "Dies erschwert den Einstieg für junge Erwachsene."

"Positiv, allerdings mit leichten Bremsspuren", präsentiert sich laut Agentur für Arbeit der Ausbildungsmarkt in der Region 10. "Es ist sehr erfreulich, dass wieder mehr Jugendliche eine betriebliche Ausbildung anstreben", sagt Kutz. "Momentan noch weniger umfangreich als in den letzten Jahren präsentiert sich hingegen das Angebot an Lehrstellen. Diese Zurückhaltung ist insbesondere der anhaltend unsicheren Wirtschaftslage geschuldet."

Aktuell seien bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Ingolstadt 2038 Bewerberinnen und Bewerber um eine Ausbildungsstelle für September vorgemerkt – 130 mehr als noch vor einem Jahr. Demgegenüber stünden 2582 gemeldete Lehrstellen – 668 weniger als im Februar vergangenen Jahres. "Investition in Ausbildung ist immer eine Investition in die Zukunft – auch und vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten", appelliert Kutz: "Jeder gemeldete Ausbildungsplatz schafft Perspektiven, sichert Fachkräfte von morgen und stärkt nachhaltig das Unternehmen."

Die Lage im Kreis Pfaffenhofen

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ist im zu Ende gehenden Februar gesunken. 2309 Menschen waren zum jüngsten Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind 67 Personen oder drei Prozent weniger als im Januar, aber 81 Personen oder vier Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt für den Landkreis aktuell 2,9 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,9 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) liegt die Arbeitslosigkeit aktuell bei 1501 Personen (36 weniger als im Vormonat, aber 32 mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Job-Center) waren zum Stichtag im Kreis Pfaffenhofen 808 Arbeitslose registriert (31 weniger als im Vormonat, aber 49 mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Job-Center) wurden 35 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich im Kreis Pfaffenhofen insgesamt 613 Personen arbeitslos. Davon kamen 266 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 679 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 225 eine Erwerbstätigkeit auf. "Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende", betont die Behörde: 132 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (22 mehr als im Vormonat, aber 70 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befänden sich damit 1033 im Landkreis freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 

In der Grundsicherung (Job-Center) stieg die Zahl der so genannten Bedarfs-Gemeinschaften im Vorjahres-Vergleich im Kreis Pfaffenhofen um 84 auf nunmehr insgesamt 1357 – eine Zunahme um sieben Prozent. Den Angaben zufolge wurden im Januar im Landkreis Pfaffenhofen insgesamt 1773 erwerbsfähige Bürgergeld-Berechtigte betreut, das waren 108 Personen beziehungsweise sieben Prozent als vor einem Jahr. 

Blick in die Region 

Die Arbeitslosigkeit im Stadtgebiet von Ingolstadt ist im zu Ende gehenden Februar gestiegen. 4336 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind 20 mehr als im Januar und 693 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt aktuell 5,2 Prozent und bleibt damit identisch zum Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,4 Prozent.

Im Kreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosigkeit diesen Februar gesunken. 1992 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet: 49 weniger als im Januar, aber 72 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 3,4 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,3 Prozent.

Auch die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichstätt ist im Februar gesunken. 2378 Personen waren zum jüngsten Stichtag arbeitslos gemeldet – 28 weniger als im Januar, aber 245 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote liegt jetzt bei 3,0 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr betrug sie 2,7 Prozent.


Anzeige
RSS feed