Als Gründe werden die Entwicklung der Energie-Kosten und die Inflation genannt. "Nacht-Karte" und "Job-Ticket Premium" fallen weg.
(ty) Die Zweckverbands-Versammlung des "Verkehrs-Verbund Großraum Ingolstadt" (VGI) hat am heutigen Dienstag eine weitere Tarif-Anpassung beschlossen. Das wurde am Nachmittag per Presse-Mitteilung bekannt gegeben. "Die steigenden Energie-Kosten und die allgemein hohe Inflation wirken sich auch massiv auf den ÖPNV-Betrieb aus", heißt es zum Hintergrund. Die Erhöhung um 4,9 Prozent ab 1. August dieses Jahres erfolgt den Angaben zufolge weitgehend linear in allen Tarif-Stufen unter Berücksichtigung von Glättungs-Effekten.
Letzteres bedeute: Die Preise würden so gestaltet, dass sich gerade Euro- und Cent-Beträge ergäben, um im "Fahrerverkauf" und Ticket-Vorverkauf anwendbare Preise verwenden zu können. "Bei der Anpassung der Tarife hat der VGI mit Augenmaß gehandelt", findet VGI-Vorstand Robert Frank. "Angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ist die Erhöhung der Ticket-Preise angemessen." Im Vergleich zum Individual-Verkehr schneidet der ÖPNV laut VGI schließlich generell deutlich besser ab: "Wer zur Arbeit pendelt, fährt mit dem Bus im Durchschnitt fünf bis zehn Mal so günstig wie mit dem Pkw."
Als preiswertes Angebot für sehr viele Fahrgäste habe sich das "Deutschland-Ticket" für den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) etabliert, heißt es in der aktuellen Presse-Erklärung des "Verkehrs-Verbund Großraum Ingolstadt". Eine weitere günstige Option ist den Angaben zufolge das so genannte 365-Euro-Ticket, bei dem aufgrund der staatlichen Vorgaben eine Tarif-Erhöhung bis 31. Juli 2027 ausgeschlossen sei. Damit bleibe dieses sehr günstige Tarif-Angebot für die größte Kunden-Gruppe der Schülerinnen und Schüler erhalten, unterstreicht der VGI.
Die vorgeschlagene Tarif-Anpassung enthält laut weiterer Mitteilung außerdem Anpassungen im Sortiment, "da die Kunden-Nachfrage bei drei Ticket-Arten stark rückläufig ist und zudem eine Einsparung bei den Vertriebs-Kosten erreicht werden kann". Dazu führt der VGI konkret aus:
- "Die Nacht-Karte wird nicht mehr angeboten."
- "Die Partner-Tageskarte wird in Gruppen-Karte umbenannt und über die App FAIRTiQ künftig ausschließlich digital vertrieben."
- "Das Job-Ticket Premium entfällt."
Zum Hintergrund wird erklärt: Der VGI-Rat als Beratungs-Organ der Zweckverbands-Versammlung habe am 25. März dieses Jahres und 9. April dieses Jahres sowie der VGI-Ausschuss als Gremium aller Verkehrs-Unternehmen in der VGI-Region am 23. März dieses Jahres über die Tarif-Anpassung beraten. Dabei sei eine Erhöhung der Tarife mit einer Ergiebigkeit für die Unternehmen von 4,9 Prozent vorgeschlagen worden, die nun auch von der VGI-Zweckverbands-Versammlung beschlossen worden sei.





