Die beiden durchschauten die Masche, informierten die Polizei und vereinbarten mit den Betrügern eine vermeintliche Geld-Übergabe.
(ty) Nach wie vor treiben Kriminelle in der gesamten Region mit so genannten Schock-Anrufen ihr Unwesen, um arglose Menschen um Bargeld und Wertsachen zu bringen – und trotz aller Warnungen haben sie immer wieder Erfolg und kassieren mitunter kräftig ab. Gestern allerdings klickten im Kreis Neuburg-Schrobenhausen die Handschellen für einen 38 Jahre alten Polen, der die erhoffte Beute abholen wollte. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord heute berichtet, fiel ein couragiertes Ehepaar aus Bergheim nämlich zum einen nicht auf die perfide Lügen-Geschichte herein, sondern trug zum anderen maßgeblich zur Festnahme des nun Beschuldigten bei. Der 38-Jährige sitzt jetzt hinter Gittern.
Laut Polizeipräsidium Oberbayern-Nord wurde das Ehepaar aus Bergheim gestern telefonisch von einem Betrüger kontaktiert. Dieser wollte den Angerufenen vorgaukeln, dass deren Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und dass nun eine Kautions-Zahlung erforderliche wäre. Die gut informierten Eheleute durchschauten die Masche und verständigten umgehend die Gesetzeshüter. Außerdem ließen sie den Angaben zufolge den Kontakt zu dem Kriminellen nicht abreißen und vereinbarten eine vermeintliche Geld-Übergabe in der Nähe ihrer Wohnanschrift. Als der Beute-Abholer am abgemachten Ort angekommen sei, habe er offenbar bemerkt, dass er aufgeflogen sei, und daraufhin zu Fuß die Flucht ergriffen. Ohne Erfolg.
Unter aktiver Mithilfe des zuvor von den Kriminellen angerufenen Ehemannes sei es Streifenbeamten von der Polizeiinspektion aus Neuburg an der Donau nämlich gelungen, den türmenden 38-Jährigen dingfest zu machen. Der 64 Jahre alte Bergheimer trug laut Polizeipräsidium Oberbayern-Nord entscheidend zu dem Festnahme-Erfolg bei. Der 38 Jahre alte Pole sei heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Gegen ihn sei die Untersuchungshaft angeordnet worden. Der Beschuldigte sei deshalb in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden. Beamte von der Kripo in Ingolstadt haben die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernommen.





