Die über 70 Jahre alte Frau ging Kriminellen auf den Leim, die sich als Polizisten ausgaben und ihr eine Lügen-Geschichte auftischten.
(ty) Nach wie vor treiben Kriminelle in der gesamten Region mit betrügerischen Anrufen ihr Unwesen, um arglose Menschen um Bargeld und Wertsachen zu bringen – und trotz aller Warnungen haben sie immer wieder Erfolg und kassieren mitunter kräftig ab. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord am heutigen Freitag bekannt gegeben hat, ist am vergangenen Montag eine Rentnerin in Moosburg an der Isar (Kreis Freising) zum Opfer von Kriminellen geworden und hat diesen rund 15 000 Euro überlassen.
Den Angaben zufolge hatte die über 70 Jahre alte Frau mittags einen Anruf von Betrügern erhalten, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Die Seniorin sei dazu aufgefordert worden, Geld hinter zwei Aschentonnen zu deponieren – angeblich, um mögliche Täter dingfest zu machen. Nach der Festnahme, so die Lügen-Geschichte weiter, würde der Frau das Geld zurücküberwiesen. Die Rentnerin habe dann rund 15 000 Euro hinter Mülltonnen an der Leinbergerstraße abgelegt. Eine Rücküberweisung sei bislang nicht erfolgt. Die Kripo bittet Zeugen, die zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer (0 81 22) 96 80 zu melden.
Präventions-Hinweise der Polizei:
- "Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizei-Notruf-Nummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruf-Taste!
- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
- Ziehen Sie eine Vertrauens-Person hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
- Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!"





